Hamburg Reeperbahn - St. Pauli - Kiez

Ritze

Reeperbahn - Ritze

Zwischen Millerntor und Nobistor erstreckt sich über ca. 600 m die international bekannteste Strasse von Hamburg, die Reeperbahn. An ihre einstige Bestimmung zu Zeiten als die Siedlung vor den Stadtmauern Hamburgs noch Hamburger Berg hieß und unter anderem Handwerker ansiedelte, erinnert nur noch ihr Name. „Reep“ bedeutet soviel wie Hanfseil und verweist auf die Arbeit der Reepschläger, von denen der Reep zu Schiffstauen und Seilen gespannt und gedreht wurde.  Zu späterer Zeit etablierte sich vor dem Millerntor der heute noch existierende Spielbudenplatz. In Bretterbuden und Zelten boten sich den Hamburgern allerlei Vergnügungen wie Seiltänzer, Feuerschlucker, Zauberer und Musiker. Nicht zuletzt durch die Nähe zum Hamburger Hafen entwickelte sich die Reeperbahn im Laufe der Jahre zum Vergnügungsviertel der Seefahrer.

St. Pauli Herbertstrasse

St. Pauli - Herbertstrasse

Volkstheater wie das St. Pauli-Theater, Varietés, Kneipen, Stimmungslokale und die so genannten „leichten Mädchen“ beherrschten das bunte Leben in diesem Viertel. Legendäre Künstler wie Hans Albers und Udo Lindenberg vertonten ihre Liebe zur Reeperbahn und sorgten für weitere Bekanntheit dieser Strasse. Die „sündige Meile“ von St. Pauli erlebte in den sechziger / siebziger Jahren eine Art Boom und die Präsenz von Eros-Centern, Kinos und Peepshows nahm zu. Rockclubs, Theater und Operettenhaus sowie Bars der besseren Sorte sorgten für einen weiteren Wandel der Reeperbahn Mitte der achtziger Jahre. Längst ist die Reeperbahn zu einer Partymeile geworden, die ein abwechslungsreiches Programm bietet. Das legendäre „Café Keese“ mit seinem traditionellen Tanztee erstrahlt seit 2002 in neuem Glanz und bietet stilvolle, moderne Behaglichkeit. Musik und Kabarett finden sich im Schmidts Tivoli und Schmidt Theater.

 
Reeperbahn Schmidts Tivoli

St. Pauli - Schmidts Tivoli - Fotos Panzau

Bekannte Clubs wie das „Aftershave“ und „Angies Nightclub“ zeigen sich als gute Adresse fürs Hamburger Nachtleben und jede weitere Sonderveranstaltung in Hamburg wie die CSD Parade oder der Schlagermove endet zu später Stunde auf der Reeperbahn. Nirgendwo in Hamburg wird so ausgiebig und tabulos gefeiert. Verständlich wirken da jüngste Befürchtungen, eine weitere Ansiedlung von Büros, Banken und Diskountern auf der Reeperbahn könnte die Clubs vertreiben und den Charakter der Partymeile verändern. Doch wem sollte es gelingen, einem so traditionsreichen Standort sein Publikum zu entziehen? Mögen sich vielleicht manche Einheimische in anderen Hamburger Szene-Viertel wieder finden – letztlich wird die Reeperbahn in ihrer einzigartigen Kombination aus Kultur, Party, Vergnügen und Lust immer ein Anziehungspunkt nicht nur für Touristen bleiben

 
Waffenverbot auf der Reeperbahn

Waffenfreie Zone - Brennpunkte wie Reeperbahn (St. Pauli) oder der Hansaplatz (St. Georg) werden ab dem 11.12.2007 zur waffenfreie Zone. Die waffenfreien Zonen sollen durch gelbe Schilder mit Abbildungen der verbotenen Gegenstände markiert und von der Polizei kontrolliert werden.

Davidswache

Imperial Theater

Hans Albers Platz

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