Mietnomaden wieder loswerden

Mietnomaden wieder loswerden

 

Um Mietnomaden handelt es sich per Definition, wenn Mieter mit dem Bewusstsein eine Wohnung anmieten, dass die Miete nicht bezahlt werden kann. Mietrückstände kommen zustande, bis der Vermieter den Mietnomaden aus der Wohnung klagt. Danach zieht der Mieter aus, um einen weiteren Vermieter zu schädigen.

Die Kosten, die durch einen Mietnomaden verursacht werden, sind häufig sehr hoch. In vielen Fällen kommen zu den Mietausfällen noch zusätzliche Kreditzinsen, weil der Investitionskredit ursprünglich mit der Miete getilgt werden sollte. Ferner entstehen auch Anwaltskosten, Gerichtskosten und Räumungskosten.

All diesen Kosten können nur selten gepfändet werden. Häufig hat der Mietnomade kein Einkommen oder es befindet sich deutlich am Existenzminimum, also der Pfändungsfreigrenze. Hat der Mietnomade wieder Erwarten ein Einkommen, so sollte schnellstmöglich eine Einkommenspfändung erwirkt werden.

Damit ein Vermieter den Mietnomaden wieder los wird, muss er zunächst abwarten, bis ein Mietrückstand von 2 Monatsmieten aufgelaufen ist. Dann kann er außerordentlich, also fristlos kündigen. Zieht der Mietnomade nicht aus, kann vor Gericht eine Räumungsklage erstritten werden. Da hier allerdings die Jahresmieteinnahmen als Streitwert angesetzt werden, ist eine Räumungsklage sehr teuer. Dennoch ist eine Räumungsklage häufig das bekannte Ende mit Schrecken, da ansonsten weitere Mietausfälle drohen.

Um den Mietnomaden loszuwerden, kann auch eine Urkundenklage eingereicht werden. Bei diesem speziellen Verfahren werden erst die rückständigen Mieten eingeklagt. Mit diesem Urteil kann der Vermieter das Konto des Mieters sperren lassen. Diese Aktion führt häufig zu einem Auszug des Mieters aufgrund des Schreckens.

Gegen den Mietnomaden kann auch eine Strafanzeige gestellt werden. Dies ist möglich, wenn ein Betrug nachgewiesen werden kann. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Mieter bereits bei Unterzeichnung des Mietvertrages wusste, dass er die Miete mangels finanzieller Möglichkeiten zahlen kann.

Eine weitere Lösung ist möglich, die jedoch etwa Überwindung kostet. Sie können mit dem Mietnomaden einen Vertrag abschließen. Darin erlassen Sie ihm die aufgelaufenen Mietschulden, sofern er zum Stichtag X ausgezogen ist. Vielleicht müssen Sie auch noch eine Ablösesumme dazuzahlen. Dies mag ungewöhnlich klingen, führt aber wenigstens dazu, dass Sie den Mietnomaden quitt werden. So können Sie die Wohnung neu vermieten und vermeiden weitere Mietrückstände.

 

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