Wohnungsgröße - Mietrecht von A bis Z
 
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Vermieter mogeln bei Wohnungsgröße
Bis zu 90 Prozent der Wohnungen sind kleiner als im Vertrag angegeben - Millionen Mieter zahlen zu viel.

In Deutschland zahlen Millionen Mieter zu viel Miete, weil Ihre Wohnungen kleiner sind als im Mietvertrag angegeben. Das Immobilienunternehmen Dekra Real Estate hat in diesem Jahr Wohnungs- und Büroimmobilien im Gesamtwert von rund einer Milliarde Euro technisch geprüft. In 80 bis 90 Prozent der Fälle hätten die tatsächlichen Wohn- und Büroflächen um bis zu zehn Prozent unter dem angegeben Werten gelegen. Ulrich Ropertz, Sprecher des Mieterbundes, ist davon nicht überrascht: "Wir haben bereits bei eigenen Prüfungen festgestellt, dass die tatsächlichen Wohnflächen häufig unter den Angaben im Mietvertrag liegen".

Die Dekra Untersuchung zeigen nun, welche Dimensionen das Problem habe. Ropertz: "Danach haben Mieter über die Jahre hinweg zu hohe Mieten gezahlt". Das können Milliarden Euro sein." Nach einem Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs (Aktenzeichen Vlll ZR 133/03) haben Mieter Anspruch auf Mietreduzierung, wenn die Fläche der Wohnung zehn Prozent kleiner ist als im Mietvertrag angegeben. Ropertz: "Auch alle Betriebskostenabrechnung, die auf Basis der Wohnflächengröße erfolgen, müssen korrigiert werden." Die Fehlberechnungen könnten sich auch auf die Gewinnkalkulation von Finanzinvestoren auswirken.

So wird gemessen:
Es zählen alle Räume, auch Küche und Flur. Keller, Waschküche, Dachboden, Garage zählen nicht. Bei Wohnräumen wird die Grundfläche voll angerechnet, wenn die Räume zumindest zwei Meter hoch sind. Balkon und Loggia zählen meist zu einem Viertel mit. Quelle: Richard Haimann, Welt Kompakt

 

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