Der Hamburger Stadtteil Veddel
umfasst das Gebiet mehrerer Elbinseln. Die Veddel war lange
bekannt für ihre Milchwirtschaft und Viehzucht. Durch die
Freihafenkonzeption wurde die Veddel ins Freihafengebiet
einbezogen und vollzog dadurch ihren wirtschaftlichen
Wandel: Neben dem Hafenausbau erfolgte zunehmende
Industrialisierung mit entsprechendem Häuser- und
Wohnungsbau für die Arbeiter. Im Zuge der weiteren
Stadtentwicklung entstand 1926/27 die Großsiedlung Veddel,
die heute unter Milieuschutz steht.
Veddel - Foto: Panzau
Außer ihr sind kaum
weitere Wohngebäude auf der Veddel vorhanden. Vereinigungen
und Treffpunkte bieten den Anwohnern verschiedener
Nationalitäten ein vielseitiges Freizeit- und
Unterhaltungsangebot. Wem das nicht genügt, der benötigt
aufgrund der stadtnahen Lage lediglich zwei S-Bahn-Stationen
zur Hamburger Innenstadt.
Von der
Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg
wanderten Millionen Menschen aus europäischen Ländern über
den Hamburger Hafen nach Übersee aus. Die Wartezeit bis zur
Abfahrt der Schiffe verbrachten sie in den zahlreichen
Auswanderherbergen des Stadtgebiets, ab 1892 vor allem auch
in Massenunterkünften auf dem Amerikakai bzw. auf der Veddel.