Die
Wartburg steht in Eisenach. Sie wurde auf einem Felsen 220
Meter über der Stadt erbaut. Der Stil ist eine Mischung
aus Gotik, Historismus, Renaissance und Romanik. Die Burg
ist vermutlich von Graf Ludwig dem Springer 1067 gegründet
worden, erwähnt wird sie erstmals 1080.
Vermutlich 1155 begann der Bau des Palas, dem Saalgebäude.
Es handelte sich schon damals um einen einzigartigen Bau
und auch heute noch ist es der besterhaltene romanische
Profanbau dieser Art. Nachdem 1317 Teile der Wartburg
einem Brand zum Opfer fielen, wurde der Südturm neu
errichtet. Zudem wurde die Kapelle in den Palas
integriert.
Wartburg
1521 zog
der wahrscheinlich bekannteste Gast sich auf der Wartburg
zurück. Martin Luther lebte dort in einem spartanisch
ausgestatteten Raum während seiner Schutzhaft. Er
übersetzte das Neue Testament in die deutsche Sprache und
benötigte dafür gerade einmal zehn Wochen. Ein weiterer
berühmter Gast war Johann Wolfgang von Goethe. Erstmals
wird sein Besuch 1777 erwähnt. Goethe ist beeindruckt von
der Natur rund um die Wartburg. Er hinterlässt
Zeichnungen, von Gebäuden, die heute nicht mehr
existieren. Dank dieser Bilder gibt es aber wenigstens das
visuelle Erbe. Aufgrund seiner Geschichte wurde die
Wartburg im Jahr 1999 durch die UNESCO in die Liste des
Welterbes der Menschheit aufgenommen.
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