Der Kölner
Dom befindet sich nicht nur im Zentrum der Stadt Köln, es
handelt sich dabei auch um das Wahrzeichen der Stadt. Hier
stand bereits im 4. Jahrhundert ein sakrales Bauwerk. Wie
dieser aussah, ist nicht bekannt. Der erste Kirchbau, von
dem diese Information vorliegt, ist der 870
fertiggestellte karolingische Dom. Als jedoch die
Reliquien der Heiligen Drei Könige im Jahr 1164 von
Mailand nach Köln verlegt wurden, war der Kölner Dom nicht
mehr nur Sitz des Erzbischofs, sondern entwickelte sich
auch zu einer bedeutenden europäischen Wallfahrtskirche.
Aus diesem Grund sollte die Architektur des Doms erneut
verändert werden.
Kölner Dom
Dieser
Neubau des Doms sollte monumental sein, so entschieden die
Kölner. Der Stil der französischen Gotik wurde favorisiert
und der Dom wurde somit bahnbrechend für diese
Stilrichtung in Europa. 1248 unter Erzbischof Konrad von
Hochstaden wurde der erste Spatenstich für den Grundstein
des heutigen Doms gemacht. Am Entwurf von Meister Gerhard
war deutlich der Bezug zu den Kathedralen in Amiens, Paris
und Straßburg zu erkennen.
Die Einweihung des Chors konnte bereits 1322
vonstattengehen. Danach begann der Bau des Südturms.
Allerdings wurden die Arbeiten nach 90 Jahren bei einer
Höhe von 56 Metern unterbrochen. 1560 wurden dann alle
Baumaßnahmen am Kölner Dom gestoppt. Grund waren
vermutlich finanzielle Engpässe. Der Baukran des Südturms
wurde nun für Jahrhunderte Teil des Stadtbilds.
Napoleonische Truppen nutzten den Dom im Jahr 1794 gar als
Pferdestall und Lagerhalle.
König Friedrich Wilhelm IV. initiierte 1841 die Gründung
des Zentralen Dombau Vereins durch Kölner Bürger. Bereits
im folgenden Jahr konnte er dann den Grundstein für die
Fortführung der Arbeiten legen. Die Vollendung des Doms
wurde schon 1880 gefeiert. Der Dom wurde zum nationalen
Wahrzeichen und zum Zeichen der Versöhnung zwischen
deutschen Katholiken und dem preußischen Protestantismus.
Zu schweren Schäden am Dom kam es dann leider im Zweiten
Weltkrieg. Der Dom stand im Jahr 1943 durch britische
Bomben unter Beschuss. Er konnte den Erschütterungen
standhalten, blieb aber mit vielen Schäden zurück.
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