Der Name
Reitbrook ist vermutlich vom Wort „Reetbruch“ abzuleiten und
bedeutet soviel wie „schilfbestandenes Feuchtgebiet.
Zumindest seine Lage zwischen Gose- Elbe und Dove-Elbe würde
dem entsprechen. Reitbrook zählt zum Hamburger Bezirk
Bergedorf und ist Teil der Marschlande. Reitbrook besitzt
keine Kirche, so dass sich nie ein typischer Ortskern
herausgebildet hat. Erhaltene Wohn- und Bauernhäuser geben
aufgrund umfassender Modernisierungen dem Dorf ein eher
junges Erscheinungsbild.
Reitbrook
Typisch für
die Struktur des alten Dorfes und sehenswert zugleich ist
der bereits denkmalgeschützte „Odemannsche Fährhof“ aus dem
Jahr 1605 samt Mühle. Lohnenswert ist ebenso der Besuch des
Milchhof Reitbrook: hier gibt es noch frische Kuhmilch. Ein
ländliches Leben inmitten schönster Natur, umgeben vom
Wasser ist in Reitbrook garantiert. Längere Anfahrten zur
Arbeit oder zum Einkauf werden da gerne von den Bewohnern
akzeptiert. Die wohl im 13. Jahrhundert gegründete Kirche (Ev.-Luth.
Dreieinigkeitskirche) wird erstmals 1331 urkundlich erwähnt.
Reitbrook - Fotos Panzau
1611-1614
Neubau als Fachwerksaalkirche mit älterem hölzernem
Glockenturm. 1750 Südwand und Dach erneuert. Von der
barocken Ausstattung, die 1900 zum großen Teil verbrannte,
sind die Reste erhalten: der Altar von 1613-1614, ein
Hauptwerk des Hamburger Bildschnitzers Hein Baxmann, die
bemalte Altarempore von 1724 und Teile der Deckenausmalung
von 1725 und um 1750. Im Turm Bronzeglocke von 1483.
1900-1901 Instandsetzung und Neuausstattung von Hugo
Groothoff.