Rechtsberatungskosten des Verwalters hat dieser zu tragen

 
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Der Verwalter einer Wohnungseigentumsanlage hat sich mehrfach rechtlich wegen der Erstellung der Jahresabrechnung in einer Mehrhausanlage beraten lassen. Die entstandenen Kosten hat er dem WEG-Konto entnommen und in die Jahresabrechnung eingestellt. Der den Verwalter entlastende Beschluss wurde auf Anfechtung hin aufgehoben. Das AG Karlsruhe meint dazu, es sei allein Sache des Verwalters, wenn dieser sich zu seiner ureigensten Aufgabe, der richtigen Erstellung einer Jahresabrechnung, rechtlich beraten lasse. Diese Kosten können nicht der WEG in Rechnung gestellt werden, sondern sind bereits mit der Verwaltervergütung abgegolten.

Verwalter meinen häufig, von ihnen eingeholter Rechtsrat diene doch der WEG und sei somit von dieser zu bezahlen. Der Verwalter tut jedoch gut daran, sich zunächst durch Beschluss die Legitimation der WEG zu holen, zu Rechtsfragen kostenpflichtigen Rat einzuholen. Erst dann ist die WEG auch zur Kostentragung verpflichtet. Alternativ haben professionelle Verwalter ohnehin oft einen Berater-Vertrag mit einer Rechtsanwaltskanzlei, z.B. mit einer monatlichen Flatrate. Diese Kosten können dann in die Berechnung der Verwaltervergütung einfließen und werden damit auf alle verwalteten Wohnungs-eigentümergemeinschaften umgelegt. Autor: Tank - Fundstelle: AG Karlsruhe-Durlach, Urteil vom 30. Dezember 2009 , 4 C 21/09, ZMR 2010, 565 ff.

 
 
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