Vaterschaftsrecht
 
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Vaterschaftsrecht
Das Vaterschaftsrecht berücksichtigt in Deutschland primär die Interessen des Kindes, die Interessen der Mutter oder des Vaters spielt dagegen nur eine untergeordnete Rolle. So kann ein Vaterschaftstest in der Regel nur durchgeführt werden, wenn alle Beteiligten damit einverstanden sind. Die Ausnahme bilden hierbei gerichtlich oder von Amts wegen angeordnete Vaterschaftstests. Gänzlich verboten bzw. vor Gericht ohne jede Beweiskraft sind heimlich durchgeführte Vaterschaftstests, bei denen ein zweifelnder Vater Haare oder ähnliches Genmaterial der Mutter oder des Kindes mit der eigenen DNA vergleichen lässt.

Das Vaterschaftsrecht schreibt die eventuelle Anfechtung einer Vaterschaft innerhalb einer Frist von zwei Jahren vor. Diese Frist beginnt mit dem Bekanntwerden eines begründeten Zweifels an der Vaterschaft zu laufen und kann nicht gehemmt oder auf andere Weise gestoppt bzw. unterbrochen werden. Nach Ablauf dieser Frist gilt die Vaterschaft als anerkannt, auch wenn der Betroffene nachweislich nicht der biologische Vater des Kindes ist.

Während die erfolgreiche Anfechtung der Vaterschaft früher automatisch auch den Verlust sämtlicher Rechtsbeziehungen zum Kind zur Folge hatte, haben Väter heute auch die Möglichkeit, die biologische Abstammung ohne Rechtsfolgen überprüfen zu lassen. In vielen Fällen hat sich zwischen Kind und vermeintlichem Vater eine emotionale Bindung aufgebaut, die auch durch einen negativen Vaterschaftstest nicht zerstört werden kann.

 

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