Sachenrecht

 
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Sachenrecht
Das Sachenrecht stellt in Deutschland ein übergeordnetes Rechtsgebiet dar, welches das gesamte dritte Buch des Bürgerlichen Gesetzbuches, also die §§ 854 – 1296 BGB umfasst. Mit dem Sachenrecht werden jegliche Rechtsbeziehungen geregelt, die Personen gegenüber dinglichen Sachen besitzen können, insbesondere Eigentums- und Nutzungsrechte. Zwischen dem Sachenrecht in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es kaum nennenswerte Unterschiede.

Das Sachenrecht steht in vielerlei Hinsicht im Gegensatz zum Schuldrecht, das in der Regel auf individuellen Vereinbarungen zwischen zwei oder mehreren Vertragsparteien beruht und folgt den fünf Grundsätzen Absolutheit, Publizität, Bestimmtheit, Typenzwang und Abstraktheit. An einigen Stellen wird auch noch Prioritätsprinzip als sechster Grundsatz des Sachenrechts genannt, womit die Verfügung über Gegenstände ausschließlich dem Eigentümer der Sache zugestanden wird.

Die Absolutheit sagt aus, dass das Sachenrecht automatisch für jeden Bürger gilt, also nicht in einem gesonderten Vertrag vereinbart werden muss. Mit der Publizität des Sachenrechts ist die öffentliche Zugänglichkeit dieses Rechtsgebiets und der damit verbundenen Gesetze und Regelungen gemeint. Die Bestimmtheit gewährt das Eigentumsrecht nur an einer bestimmten Sache, weshalb sich dieses nicht allgemein anwenden lässt. Der Typenzwang schränkt die Art der Rechte an dinglichen Sachen ein, z.B. Eigentum, Erbbaurecht, Nießbrauch oder Vorkaufsrecht. Mit der Abstraktion wird eine klare Trennung zwischen Schuldrecht und Sachenrecht vorgenommen.

 

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