Inkassorecht
 
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Inkassorecht
Das Inkassorecht spannt einen groben Rahmen für die Tätigkeit von Inkassobüros, die im Auftrag ihrer Mandanten, oder nach Abtretung auch im eigenen Namen, Geld- oder Sachforderungen von Schuldnern eintreiben. Beim Betreiben eines Inkassobüros, also dem geschäftsmäßigen Einzug von Forderungen, handelt es sich nach dem Inkassorecht um eine erlaubnispflichtige Tätigkeit. Die Vereinbarungen, die vom Inkassobüro und seinem Auftraggeber bezüglich der Vergütung oder einem eventuellen Forderungskauf durch das Inkassobüro getroffen werden, können frei ausgehandelt werden und unterliegen keinen endgültigen Bestimmungen aus dem Inkassorecht. In der Regel orientieren sich die Inkassobüros bei ihrer Vergütung an den Honoraren, die auch bei Anwälten üblich und dort innerhalb des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) geregelt sind.

Früher war das Inkassorecht in seinen wesentlichen Zügen im Rechtsberatungsgesetz (RBG) geregelt. Seit dem 1. August 2008 ist das Inkassorecht ein Bestandteil des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG). Unabhängig davon, auf welche Art und Weise der Forderungseinzug durch das Inkassobüro betrieben wird, handelt es sich dabei in den meisten Fällen um eine vorgerichtliche Maßnahme, der also noch kein gerichtlicher Titel in Form eines Urteils zugrunde liegt. Neben der eigentlichen Forderung ist der Schuldner dazu verpflichtet, dem Gläubiger auch die Kosten für das Inkassobüro zu ersetzen, da es sich hierbei nach dem Inkassorecht um sogenannte Rechtsverfolgungskosten handelt.

 

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