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Manchmal, wenn wir darüber
nachdenken, wie weit es die BLUE MAN GROUP gebracht hat,
dann kann man sich nur am Kopf kratzen. Vor allem wenn
wir daran denken, wie alles begann.
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PHIL STANTON: Soweit
ich mich erinnere, war eines der ersten Dinge, die wir
taten, die Möbel aus dem Fenster des Wohnzimmers zu
werfen, um Platz zum Bauen zu haben.
CHRIS WINK: Stimmt.
Dann fingen wir an, Trommeln zu bauen. Ich glaube, wir
wussten instinktiv einfach, dass wir Trommeln brauchen.
Das war so ein Gefühl.
PHIL STANTON: Wir
wollten ein ursprüngliches Element in unserer Show,
etwas Kreatives und Schöpferisches. Das Problem war
jedoch, dass wir weder Maler noch klassische Künstler
waren. Also fragten wir uns: Wie kann man ein Trommler
sein – denn nichts anderes waren wir – und zugleich
kreativ und schöpferisch. Der Charakter des Blue Man war
die Lösung.
CHRIS WINK: Maler
wie Jackson Pollock inspirierten uns. Er benutzt Farbe
auf abstrakte Weise, um seine Gefühle auszudrücken. Wir
lernten Farbe mit Musik zu verknüpfen. Außerdem stellten
wir fest, dass man einen Mangel an Talent durch Witz
wettmachen kann. Das Trommeln und die Farben halfen uns,
eine gewisse Ästhetik zu erzeugen, die einfach, musisch,
komisch, visuell lebendig und ungewöhnlich ist. Der Blue
Man möchte etwas erschaffen, um etwas herzustellen,
auszudrücken oder etwas zu verwandeln.
PHIL STANTON: Auch
die Vaudeville-Darsteller zu Beginn des 20. Jahrhunderts
waren eine Quelle der Inspiration für uns.
CHRIS WINK: Wir
mussten einfach sehen, was sie taten, da sie, genauso
wie wir, keine Handlung hatten. Wie eine echte
Varietéshow.
PHIL STANTON:
Unserer Meinung nach entsteht Vielfalt, indem man vielen
Interessen folgt, ohne herausragend in einer einzelnen
Disziplin zu sein.
CHRIS WINK: Wir
nutzen Musik, Komik, Bildreize, Wissenschaft und mischen
alles. So entstand unsere Show. |