Umbau - Mietrecht von A bis Z
 
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Überbelegung Untermiete II
Überlegungsfrist Untermieter I
Überwachungskamera Untermieter II
Umbau Untermietzuschlag
Umlage Grundwasser Wasserzähler Untervermietung I
Umlageschlüssel Untervermietung II
Umzugshelfer Untervermietung III
Umzugsunternehmen Untervermietung IV
Unbekannter Geschäftssitz Untervermietung V
Unerlaubte Untermiete Urkundenprozess
Ungeziefer Urlaubszeit
Ungezieferbekämpfung Umwelt- Wohnungsgifte
Untermiete I Umzugsschäden
 

Umbau - Umbaumaßnahmen
Beim Auszug aus einer gemieteten Wohnung sind Mieter dazu verpflichtet, den ursprünglichen zustand wieder herzustellen. Es sei denn, der Vermieter verzichtet ausdrücklich darauf. Ein Paar hatte Umbaumaßnahmen vorgenommen: einen Wandschrank eingebaut und alle Zimmertüren weiß lackiert. Die Zustimmung der Vermieterin holten die beiden aber jeweils vorher ein.

Auf die spätere Forderung der Vermieterin, alle Veränderungen wieder zu beseitigen, musste das Paar deshalb nicht eingehen. Denn auf den Anspruch, die Wohnung in den Grundzustand zu versetzen, hat die Vermieterin schon dadurch verzichtet, dass sie die Verschönerungsmaßnahmen billigte. LG Münster, Az. 8 S 260/98

 

 

Umbau - Behindertengerechter Umbau
Mit der Mietrechtsreform 2001 ist erstmals ein konkreter Fall von Mietermodernisierung im Gesetz geregelt worden. Mieter können nach Darstellung des Deutschen Mieterbundes (DMB) von ihrem Vermieter die Zustimmung zu einer baulichen Veränderung verlangen, die für eine behindertengerechte Nutzung der Wohnung oder einen barrierefreien Zugang zur Wohnung erforderlich ist. Als Baumaßnahme kommt zum Beispiel in Betracht: der Einbau eines Liftes im Treppenhaus, die Verbreiterung von Türen, ein behindertengerechtes Bad, Haltegriffe, Notrufeinrichtungen, Rollstuhlrampen usw.

Voraussetzung ist, dass der Mieter ein berechtigtes Interesse an einer entsprechenden baulichen Änderung hat. Das kann der Fall sein, wenn der Mieter selbst behindert ist, aber auch, wenn er in der Wohnung mit behinderten Angehörigen oder einem behinderten Lebensgefährten zusammenwohnt.

Dem gegenüber kann der Vermieter seine Zustimmung nur ausnahmsweise verweigern, wenn sein Interesse an einem unveränderten Zustand der Wohnung schwerer wiegt als die Mieterinteressen.

Bei der Interessenabwägung kommt es auf die Art, Dauer und Schwere der Behinderung an, auf Umfang und Erforderlichkeit der baulichen Maßnahme, Dauer der Bauzeit, die Möglichkeit eines Rückbaues, die Frage, ob die Baumaßnahme genehmigungsfähig ist, und auch auf die Frage, ob und inwieweit die Interessen der Mitmieter beeinträchtigt werden.

Der Vermieter kann seine Zustimmung davon abhängig machen, dass der Mieter eine angemessene zusätzliche Sicherheit leistet. Die Sicherheit kann so hoch sein, dass der Vermieter einen möglichen Rückbau der Mieter-Baumaßnahme nach Beendigung des Mietverhältnisses damit finanzieren kann. Quelle: Deutscher Mieterbund / Mietrecht

 

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