Tauben - Mietrecht von A bis Z
 
A B C D E F G H  I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z
 
Tapetenentfernung Tiefgaragenstellplatz
Tapetenklauseln Tierfriedhof Garten
Tapezierarbeiten Tierhaltung I
Tauben Tierhaltung II
Taubendreck Tierhaltung Urteile
Taubenplage Tierhaltung Verbot Vermieter
Taubenzecken Tierhaltung Versicherungsrecht
Täuschung Tod des Mieters
Teilkündigung I Toilettenspülung
Teilkündigung II Treppenhaus
Teilinklusivmiete Treppenhausreinigung
Telefonanschluss Trinkwasserversorgung
Temperaturen Wohnung Trittschall
Teppichboden I Trittschall Mietwohnung
Teppichboden II Trittschalllärm
Teppichboden III Trittschallschutz
Teppichboden IV Trockenboden
Terrasse Trockenraum
Terrorversicherung Türen Außenanstrich
Textform Türspion
Thermenwartung Typengutachten Mieterhoehungen
 

Tauben - Taubenplage, Taubenallergie
200 Mark Mietminderung, rund 35 Prozent, und 3.000 Mark Schmerzengeld, sprach das Landgericht Freiburg (3 S 386/96) Mietern zu, die in ihrer Wohnung einer wahren Taubenplage ausgesetzt waren, und deren Vermieter nichts zur Verhinderung bzw. Abwehr unternahm, obwohl er von der Taubenallergie der Mieter wusste.

 

 

Die Tauben hatten sich oberhalb der Mietwohnung eingenistet, die Mieter hatten keine Chance, sich gegen die von oben kommenden Verschmutzungen zu wehren. Da der Wohnwert der gesamten Wohnung stark beeinträchtigt wurde, hielt das Landgericht Freiburg eine Mietminderung von 200 Mark, das heißt 35 Prozent, für angemessen. Im einzelnen führte das Gericht auf, dass die Wohnung praktisch nicht belüftet werden konnte. Während der Zeit, in der gezwungener Maßen gelüftet wurde, drangen dann die Verunreinigungen von oben in die Wohnung ein, Taubenkot, Taubenfedern, behaftet mit Taubenmilben und Taubenzecken.

Dies hatte zur Folge, dass der Teppichboden mindestens im Abstand von zwei Wochen shampooniert werden musste, um die Auswirkungen einer Taubenallergie der Mieterin möglichst gering zu halten. Der Aufenthalt auf dem freiliegenden Balkon war völlig unmöglich.

Gleichzeitig sprach das Landgericht Freiburg den Mietern ein Schmerzensgeld in Höhe von 3.000 Mark zu. Der Vermieter hatte es schuldhaft unterlassen, zumutbare Vorkehrungen zur Verhinderung bzw. Abwehr der Taubenplage zu treffen. Hierzu war er im Rahmen seiner mietvertraglichen Fürsorgepflicht verpflichtet. Die Untätigkeit des Vermieters führte dazu, dass die Mieterin unter einer Taubenallergie litt und die Wohnung zeitweilig für mehrere Wochen verlassen musste. Quelle: Deutscher Mieterbund / Mietrecht


Tauben
Der Mieter baute neben dem Haus zwei Taubenschläge. Später flatterte ihm die Kündigung ins Haus. Vor dem Amtsgericht Jülich kam der Vermieter aber damit nicht durch. Zum einen ließen sich die Taubenschläge schnell wieder abbauen. Zu anderen hatte er die Tiere eine Zeit lang stillschweigend geduldet (Az. 11 C 19/06).


 » Mietrecht A-Z