Rauchen in der Wohnung - Mietrecht von A-Z
 
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Übermäßiges Rauchen in der Mietwohnung führt zur Schadens-ersatzpflicht des Mieters, wenn die Mietwohnung (hier: Teppichboden) übermäßig abgenutzt wird.
Gemäß § 548 BGB hat der Mieter Veränderungen oder Verschlechterungen der gemieteten Sache nicht zu vertreten, die durch den vertragsgemäßen Gebrauch herbeigeführt werden. Gemäß § 536 BGB obliegt die Instandhaltung der Mietsache grundsätzlich dem Vermieter, wobei bei Wohnraum dem Mieter die Ausführung der Schönheitsreparaturen wie auch Kleinreparaturen formularvertraglich übertragen werden können.

Die normale Abnutzung der Mietsache fällt dem Vermieter zur Last, insoweit ist die Abnutzung durch den Mietzins abgegolten. Die Grenzen sind dort erreicht, wo der Mieter vertragswidrigen Gebrauch macht. Wohnt der Mieter keine zwei Jahre in der Mietwohnung und sind dennoch sowohl Tapeten wie auch Teppich derart vergilbt, daß eine Weitervermietung nicht möglich ist, so sprechen alle Umstände dafür, daß eine über den vertragsgemäßen Gebrauch hinausgehende Beschädigung vorliegt, die den Mieter sodann verpflichtet, wegen positiver Vertragsverletzung Schadensersatz zu leisten. Amtsgericht Magdeburg, Urteil vom 19.04.2000, Aktenzeichen 17 C 3320/99

 

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