Irrtümer im Mietrecht - Nachmieter stellen

 
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Nachmieterregelung
Viele Mieter glauben, dass ein befristetes Mietverhältnis vorzeitig aufgelöst wird, wenn ein Nachmieter gestellt wird. Dabei geht es darum, dem Vermieter drei potenzielle Nachmieter zu präsentieren. Anschließend ist der Mieter von seiner Kündigungsfrist befreit und kann vorzeitig in sein neues Leben starten.

Falsch gedacht. Diese Rechtsauffassung ist nicht nur ungültig, es hat sie auch niemals gegeben. Dies kommentiert Ulrich Ropertz, Jurist des Deutschen Mieterbundes, mit dem Hinweis auf die Tatsache, dass der Vermieter einer solchen außerordentlichen Kündigung nicht zustimmen muss.

Auch Kai Warnecke von Haus und Grund stimmt diesem Sachverhalt zu. Grundsätzlich sind Verträge einzuhalten. Das gilt auch für Mietverträge, die über einen bestimmten Zeitraum geschlossen werden. Diese Verträge können nur mit Zustimmung beider Parteien vorzeitig aufgelöst werden.

Es gibt aber auch Mietverträge, in denen die Nachmieterregelung erlaubt wird. In diesem speziellen Fall muss sich natürlich auch der Vermieter an den Vertrag halten. Gleiches gilt auch bei Härtefällen wie etwa einem erzwungenen Umzug aufgrund des Berufs, einer schweren Erkrankung oder einer Schwangerschaft. In solchen Fällen kann der Mietvertrag aufgelöst werden, wenn ein entsprechender Nachmieter gestellt wird. Dieser muss zudem dem existierenden Mietvertrag in unveränderter Form zustimmen (§ 242 BGB, Treu und Glaube).

 
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