Mietminderung Teppichboden

 
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Teppichboden

Erhebliche Feuchtigkeit und Nässe in der angemieteten Wohnung (Durchfeuchtung eines Teppichbodens, Tropfwasser durch eine Zimmerdecke) berechtigen zu einer Minderung von mindestens 50%.

Mietminderung A-Z: 

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Tanzschule 20 %
Vibrationen, Schallgeräusche und rhythmisches Klatschen von einer über der Wohnung liegenden Tanzschule.
AG Köln, Urteil vom 16.07.1987 - 208 C 545/86, WM 1988, S. 56.
Taubenhaltung 25 %
auf dem Nachbargrundstück (mehrere 100 Tauben).
AG Dortmund, Urteil vom 14.09.1979 - 121 C 151/79, WM 1980, S. 6.
Taubenhaltung 20 %
Nicht unerhebliche Beeinträchtigung der TaugIichkeit der Wohnung durch die Taubenhaltung des Vermieters.
AG Lüdinghausen, Urteil vom 02.10.1964 - 4 C 126/64, WM 1965, S. 169.
Tauben auf dem Dach 10 %
LG Berlin, Az: 64 S 84/95.
Tauben (Balkonverunreinigung) 5 %
AG Hamburg, Urteil vom 06.01.1988 - 40a C 2574/87, WM 1988, S. 121 (Verunreinigungen des Balkons durch nistende Tauben).
Tauben (Balkonverunreinigung) /
AG Ratingen, DWW 1989, S. 366 (Verunreinigungen des Balkons durch nistende Tauben). 40, - DM
Tauben (Wildtauben) 0 %
Beeinträchtigungen der Mietsache durch Wildtauben rechtfertigen keine Mietminderung, wenn dem Vermieter keine Abhilfe möglich ist.
LG Kleve, Urteil vom 28.01.1986 - 3 S 117/85, NJW-RR 1986, S. 1344 = WM 1986, 333.
Teppichboden (Überschwemmungsschaden) 80 %
Ein durch einen "Jahrhundertregen" verursachter Überschwemmungsschaden am Teppichboden, durch den die Wohnqualität wegen Durchfeuchtung, Versandung und unerträglichem Gestank für die Dauer von 2 bis 3 Wochen beeinträchtigt wird, berechtigt den Mieter zu einer Mietminderung von 80% der Miete.
AG Friedberg (Hessen), Urteil vom 06.07.1983 - C 389/82, WM 1984, S. 198.
Teppichboden (Durchfeuchtung)

50 %

Erhebliche Feuchtigkeit und Nässe in der angemieteten Wohnung (Durchfeuchtung eines Teppichbodens, Tropfwasser durch eine Zimmerdecke) berechtigen zu einer Minderung von mindestens 50%.
AG Leverkusen, Urteil vom 18.04.1979 - 23 C 471/76, WM 1980, S. 163.
Teppichboden (Stolpergefahr)

15 %

Teppichboden im Alten- und Pflegeheim hat sich abgelöst, so dass eine Stolpergefahr besteht.
OLG Celle, WM 1995, S. 584 = ZMR 1995, S. 205.
Teppichboden (Stolpergefahr)

4,65 %

Der Teppichboden hat sich in der Diele, im Schlaf- und Kinderzimmer vom Boden abgelöst. Infolge der Ablösung war das Begehen der Wohnung erschwert und es bestand Gefahr für die Gesundheit der in der Wohnung befindlichen Personen durch Stolpern.
AG Köln, Urteil vom 30.01.1987 - 221 C 294/86, WM 1988, S. 108 (4,65 % entsprechen im vorliegenden Fall 50,- DM)
Terrasse

15 %

Wenn der Mieter eine 20 qm große Terrasse, die von der Wohnung aus zugänglich ist und deshalb mangels anderweitiger Vereinbarung im Mietvertrag als mitvermietet anzusehen ist, nicht benutzen kann, ist er berechtigt, die Miete um 15 % zu mindern.
AG Eschweiler, Urteil vom 19.05.1994 - 5 C 114/94, WM 1994, S. 427.
Tiefgaragenzufahrt (Störungen) 10 %
Wenn Lärm und Geruchsbelästigung aus der Tiefgarage ein nächtliches Öffnen des Schlafzimmerfensters unmöglich machen, kann die Miete um 10 % gemindert werden.
AG Osnabrück, Urteil vom 03.06.1986 - 14 C 21/85, WM 1986, S. 334.
Tiefgaragenzufahrt (defektes Tor) 0 %
Der Defekt des Tores einer Sammelgarage mindert nicht die Nutzungsmöglichkeit des Stellplatzes.
AG Kassel, Urteil vom 15.12.1988 - 801 C 4534/88, WM 1989, S. 171.
Tiefgaragenzufahrt (Lärmbelästigung) 0 %
Der Mieter, der in eine über einer Tiefgarageneinfahrt liegende Wohnung einzieht, muss mit Geräuschbelästigungen rechnen.
AG Bonn, Urteil vom 20.10.1989 - 8 C 191/89, WM 1990, S. 71.
Toilette (unbenutzbar) 80 %
LG Berlin, MM 1988, S. 213.
Toilette und Küche (unbenutzbar) 50 %
LG Berlin, MM 10/1983, S. 14, Thieler/Huber, Mietminderungliste von A-Z, S. 104.
Toilette (Abfluss verstopft) 50 %
Der WC-Abfluss ist verstopft, von 15 Steckdosen funktionieren nur 3, außerdem kann die Post nicht ordnungsgemäß zugestellt werden.
AG Hamburg, Urteil vom 23.07.1974 - 40 C 305/73, WM 1976, S. 53.
Toilette (Abflussstau) 38 %
Austritt von Fäkalien aus WC und Badewanne wegen defekter Installation.
AG Groß-Gerau, Urteil vom 19.07.1979, WM 1980, S. 128.
Toilette (Abflussstau) 20 %
Abwasser der überliegenden Wohnung fließt beim darunter liegenden Wohnungsinhaber in dessen Toilette.
AG Berlin-Neukölln, 8 C 473/81.
Toilette (unzureichender Wasserdruck) 15 %
Wasserdruck ist unzureichend. Fäkalien werden nicht weggespült.
AG Münster, Urteil vom 19.01.1993 - 49 C 133/92, WM 1993, S. 124.
Toilette (mangelhafte Entlüftung)

10 %

AG Schöneberg, MM 1990, S. 231 (Toilette läßt sich nur über die Küche entlüften).
Toilette

7 %

Wenn die zweite zur Wohnung gehörende Toilette vom Vermieter abgeschlossen worden ist, kann der Mieter die Miete um 7 % mindern.
AG Nidda, Urteil vom 28.01.1983 - 1 C 600/82, WM 1983, S. 236.
Toilette (defekte Entlüftung)

5 %

AG Köln, Urteil vom 24.01.1978 - 152 C 3198/77, WM 1980, S. 163.
Toilette (gelegentlicher Fäkalienrückfluss)

3 %

AG Schöneberg, GE 1991, S. 527.
Toilette (Wasserdruck zu hoch)

1 %

LG Berlin, GE 1996, S. 471.
Toilette (Lärmbelästigung) 0 %
Lärm, der durch die Benutzung des Badezimmers, der Toilettenspülung oder durch das Laufenlassen von Wasser verursacht wird, berechtigt auch dann nicht zur Mietminderung, wenn er nach 23 Uhr auftritt.
AG Münster, Urteil vom 18.01.1983 - 28 C 539/82, WM 1983, S. 236.
Treppenhaus (Glasdach defekt) 3 %
AG Schöneberg, GE 1991, S. 527.
Treppenhaus (Verschmutzung Bauarbeiten) 2 %
LG Berlin, MM 1994, S. 396.
Treppenhausbeleuchtung (defekt) 1 %
AG Schöneberg, GE 1991, S. 527.
Treppenhaus (Verunreinigung Hunde) /
AG Münster, Urteil vom 22.06.1995 - 8 C 749/94, WM 1995, S. 534.
Treppenhaus (Renovierung) /
LG Osnabrück, Urteil vom 30.04.1985 - 1 S 39/85, WM 1986, S. 93.
Treppenhaus (mangelhaft) /
Inwieweit Mängel am Treppenhaus zur Mietminderung berechtigten hängt davon ab, in welchem Zustand sich das Treppenhaus bei Vertragsabschluß befand.
KG Berlin, Beschluss 19.12.1983 - 8 RE-Miet 4298/83, WM 1984, S. 42.
Trittschall 20 %
AG Cloppenburg, Az.: 1 C 678/95 (Untere Mieter müssen sich die Tritte von oben nicht gefallen lassen.).
AG Gelsenkirchen, WM 1978, S. 66 = ZMR 1978, S. 238 (Schumacherwerkstatt im Haus).
Trittschall (übermäßig lauter) /
LG Karlsruhe, Urteil vom 08.05.1987 - 9 S 394/86, DWW 1987, S. 234;
AG Braunschweig, Urteil vom 20.05.1981 - 14 C 216/80, WM 1983, S. 122. 10 - 15 %
Trittschall 5 %
LG Hannover, Urteil vom 15.04.1994 - 9 S 211/93, WM 1994, S. 463 (Trittschallgeräusche in einem Altbau).
Trockenboden (nicht mehr nutzbar) 2,5 %
LG Hamburg, Urteil vom 15.11.1956 - 7 S 196/56, ZMR 1957, S. 193.
Türbeschläge (rostige Gartentürbeschläge) 0 %
LG München I; Urteil vom 30.11.1983 - 15 S 10974/83, Thieler/Huber, Mietminderungsliste von A-Z, S.63.
Türbeschläge (einfache anstatt Sicherheitsbeschlägen) 0 %
LG Freiburg (Breisgau), Urteil vom 16.06.1988 - 3 S 31/88, WM 1988, S. 263
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Quellen: Joachim Dospil / Hedwig Hanhörster, Tabellen für die Rechtspraxis, Carl Heymanns Verlag, Köln; ISBN 3-452-23896-2,
Reihe: Praxiswissen Recht;
WDR, Bundesgerichtshof. Angaben ohne Gewähr. Irrtümer vorbehalten. Stand: 28.08. 2009  Kontakt