Mietminderung Keller

 
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Keller

Ein Kellerraum, bei dem die Beleuchtung fehlt, bei dem aber Licht von außen hereinkommt, stellt nur einen unerheblichen Mangel dar.

Mietminderung A-Z: 

A B C D E F G H  I K L M N O P R S T U W Z
 

 
Kakerlaken (monatelanger Befall der Wohnung)

10 %

AG Bonn, Urteil vom 08.02.1985- 6 C 277/84, WM 1986, S. 113.
AG Rendsburg, Urteil vom 04.03.1988, WM 1989, S. 284.
Kamin

50 %

Mangelhafte Schornsteinabdichtung in Verbindung mit uneben geputzten Innenwänden und wippendem Fußboden.
LG Hamburg, Urteil vom 17.12.1976 - 11 S 156/76, Thieler/Huber, Mietminderungsliste von A-Z, S. 103.
Kamin (undichter)

10 %

AG Rendsburg, Urteil vom 28.05.1974 - 3 C 115/74, WM 1975, S. 122.
Kamin, offener (nicht benutzbar)

5 %

LG Karlsruhe, Urteil vom 10.07.1987 - 9 S 66/87, WM 1987, S. 382 (Mietminderung Oktober bis Mai: 5 %; im Sommer: 0 %).
Katzen

15 %

Unbenutzbarkeit eines Balkons wegen sechs bis acht herumstreunenden Katzen, die von Nachbarn angelockt werden und die Wäsche und Blumenkästen beschmutzen und einen unangenehmen Geruch verbreiten.

AG Bonn, Urteil vom 27.11.1985 - 5 C 175/85, NJW 1996, S. 1114 = WM 1986, S. 212.
Keller (Entzug)

30 %

Keine Warmwasserversorgung und Entzug des Kellers.
AG Darmstadt, Urteil vom 03.12.1981 - 30 C 3374/81, WM 1983, S. 151.
Keller (nicht vorhanden)

10 %

Anstelle eines vereinbarten abgeschlossenen Kellerraums wurde dem Mieter nur eine Abstellfläche zur Verfügung gestellt.
LG Hamburg, Urteil vom 14.11.1974 - 7 S 64/74.
Keller (Feuchtigkeit)

10 %

AG Bad Bramstedt, Urteil vom 20.07.1989 - 5 C 44/89, WM 1990, S. 71.
Keller (Feuchtigkeit)

5 %

AG Düren, Urteil vom 16.12.1981, WM 1983, S. 30.
Keller (nur beschränkt benutzbar)

5 %

AG Hannover, Az.: 548 C 10867/85, Thieler/Huber, Mietminderungsliste von A-Z, S. 75.
Keller (zeitweilig nicht verfügbar)

2 %

LG Berlin, GE 1996, S. 471.
Keller (fehlende Beleuchtung)

0 %

AG Pinneberg, Urteil vom 15.03.1979 - 45 C 521/78, WM 1980, S. 68 (Ein Kellerraum, bei dem die Beleuchtung fehlt, bei dem aber Licht von außen hereinkommt, stellt nur einen unerheblichen Mangel dar.).
Keller (fehlendes Fenster)

0 %

LG Mannheim, WM 1877, S. 138 = ZMR 1978, S. 49
Kinderlärm (übermäßiger)

11 %

Frühmorgens und spätabends durch Springen mit Stühlen etc. durch kinderreiche Mitmieter.
LG Köln, Urteil vom 24.11.1970 - 12 S 389/70, WM 1971, S. 96.
Kinderlärm (aus der Nachbarwohnung)

/

AG Neuss, Urteil vom 01.07.1988 - 36 C 232/88, WM 1988, S. 264.
Kinderlärm (üblicher)

0 %

LG Berlin, Urteil vom 30.05.1952 - 27 S 149/52, JR 1953, S. 24 (Babygeschrei in der Nacht ist nur dann als erhebliche Belästigung zu betrachten, wenn die Mutter daran schuld ist);

AG Aachen, Urteil vom 18.07.1974 - 15 C 152/74, WM 1975, S. 38.
AG Bergisch-Gladbach, Urteil vom 18.05.1982 - 26 C 14/82, WM 1983, S. 236.
AG Hannover, Urteil vom 30.05.1984 - 523 C 4320/84, WM 1987, S. 218.
AG Starnberg, WM 1992, S. 471 (Kinder spielen und lärmen in normaler Lautstärke).
Kindergarten (Lärmbelästigung)

15 - 20 %

AG Hamburg, Urteil vom 27.07.1973 - 41 C 6/73, WM 1975, S. 209 (Minderung 15 - 20 %).
Kinderarztpraxis (Lärmbelästigung)

10 %

AG Bad Schwartau, Urteil vom 20.11.1975 - C 291/75, WM 1976, S. 259 = ZMR 1978, S. 266 Lärmbelästigung aus einer unterhalb der Mietwohnung gelegenen Kinderarztpraxis).
Kindergarten (Lärmbelästigung)

15 - 20 %

AG Hamburg, Urteil vom 27.07.1973 - 41 C 6/73, WM 1975, S. 209 (Minderung 15 - 20 %).
Kinderladen (Lärmbelästigung)

15 - 20 %

AG Hamburg, Urteil vom 27.07.1973 - 41 C 6/73, WM 1975, S. 209 (Lärmbelästigung aus einem neben der Mietwohnung gelegenen Kinderladen; daneben war die Nutzung des Kellers durch eindringendes Regenwasser beeinträchtigt).
Kirchenglockenläuten

0 %

Das tägliche Läuten der Kirchenglocken berechtigt nicht zur Mietminderung, soweit es sich im Rahmen des Üblichen hält.

BVerwG, Urteil vom 30.04.1992 - 7 C 25/91, NJW 1992, 2779 (Das Zeitschlagen von Kirchturmuhren unterliegt während der Nachtzeit (22 bis 6 Uhr) grundsätzlich den allgemein geltenden Anforderungen des Immissionsschutzrechts. D.h., Einzelgeräusche von mehr als 60dB(A) sind nachts in Wohngebieten nicht zulässig.);

BVerwG, Urteil vom 27.02.1992 - 4 C 50/89, NJW 1992, 2170 (Der Grundstücksnachbar einer in einem Baugebiet allgemein zulässigen kirchlichen Anlage (islamischer Betsaal und Koranschule) hat die mit deren Benutzung üblicherweise verbundenen Beeinträchtigungen grundsätzlich hinzunehmen.);

OVG Saarlouis, Urteil v. 16.05.1991 - 8 R 7/91, NVwZ 1992, 72 = NJW 1992, 1061 (Der auf einer langen kirchlichen Tradition beruhende nächtliche Stundenschlag der Kirchturmuhr ist auch von Andersdenkenden zu tolerieren; das Gebot gegenseitiger Toleranz fordert aber auch von der Kirche Rücksichtnahme mit dem Abwägungsergebnis, dass zusätzlich zu den Richtwerten der TA Lärm (hier: nächtlicher Spitzenwert von 60 dB (A)) noch ein Toleranzzuschlag von 5 dB (A) und damit das knapp Anderthalbfache an Lärmauswirkung hinzunehmen sind.)

VG Würzburg, Az.: W 6 E 85 A 0787, Thieler/Huber, Mietminderungsliste von A-Z, S. 85.
Kirchenglockenläuten (Rechtsweg)

/

Zur Frage, welcher Rechtsweg für eine Nachbarklage gegen das Zeitschlagen von Kirchenglocken gegeben ist.

BVerwG, Beschluss vom 28.01.1994 - 7 B 198/93 (Der Verwaltungsrechtsweg wird verneint, weil es sich um eine bürgerliche Rechtsstreitigkeit handelt, die nach § 13 GVG den ordentlichen Gerichten zugewiesen ist.).

Lorenz, Der Rechtsweg für Abwehrklagen gegen kirchliche Beeinträchtigungen, NJW 1996, 1855.
Klavierspielen

20 %

Nachbar spielt gut hörbar und länger als 2 Stunden täglich Klavier.

AG Düsseldorf, DWW 1988, S. 357.
Klingelanlage (nicht vorhanden)

/

OLG Hamm, GE 1996, S. 186 = NJW-RR 1995, S. 143 (Mieter betreibt ein Reisebüro, in dem die Innentemperatur im Sommer bei Hitze über den Außentemperaturen liegt.)

AG Frankfurt, Urteil vom 12.12.1979 - 33 C 4489/79, WM 1980, S. 113 = WM 1980, S. 137.
Konkurrenzschutz (zweite Gaststätte)

7,5 -12,5 %

OLG Karlsruhe, Az.: 14 U 16/86, NJW-RR 1990, S. 1234 = WM IV 1990, S. 1120 = ZMR 1990, S. 214 (Mietminderung im ersten Jahr der Eröffnung: 7,5 %; im zweiten Jahr 10 % und im dritten Jahr 12,5 % des Mietzinses).
Konkurrenzschutz

/

Verletzung des Konkurrenzschutzes bei einem gewerblichen Mietobjekt durch den Vermieter

OLG Düsseldorf, Urteil vom 15.05.1997 - 10 U 4/96, BB 1997, S. 642 = MDR 1997, S. 1115 = NJW-RR 1998, S. 514 =WM 1997, S. 642 = ZMR 1997, S. 583.
Küche (unbenutzbar)

50 %

Wenn Küche und Toilette unbenutzbar sind, kann der Mieter die Miete um 50 % mindern.
LG Berlin, GE 1984, S. 47 = MM 10/1983, S. 14.
Küchenwand (Schimmel)

20 %

Durch undichte Fenster und daraus resultierende Feuchtigkeit ist eine Küchenwand z.T. schwarz geworden.
LG Hannover, Urteil vom 27.09.1978, ZMR 1979, S. 47
LG Karlsruhe, Urteil vom 14.07.1998 - 8 O 208/98 (Schimmel und Feuchtigkeit in der Küche)
Küchenwand (Schimmel und Pliz)

9 %

Luftfeuchtigkeit in der Küche von 80 %. Hinter dem Vorratsschrank befindet sich Schimmel und Pilz.
AG Tempelhof-Kreuzberg, GE 1983, S. 819.
Küchenspüle (undicht)

5 %

LG Berlin, GE 1996, S. 471.
Küche (Wasserfleck)

2,95 %

Befindet sich im Badezimmer ein circa 80x 40 cm großer abgetrockneter Wasserfleck und in der Küche ein weiterer Fleck in eine Größe von circa 40x 40 cm, kommt allenfalls eine Minderung in Höhe von 2,95% in Betracht. Minderungen der Gebrauchstauglichkeit im Bereich von unter 3% sind aber letztendlich auf unerhebliche Beeinträchtigungen zurückzuführen, weshalb eine Mietminderung ausgeschlossen ist.

AG Dortmund, Urteil vom 07.03.1997 - 125 C 16832/96 S, DWW 1997, 157.
Küchenfenster (Trübung einer Isolierglasscheibe)

0,5 %

AG Miesbach, Urteil vom 30.10.1984 - 3 C 585/84, WM 1985, S. 260.
Küche (fehlende Heizmöglichkeit)

0 %

LG Berlin, Beschluss vom 05.06.1989 - 61 S 189/89, MDR 1990, S. 56 = WM 1990, S. 16 = ZMR 1990, S. 58.
Küchenherd (defekt)

5 %

LG Berlin, Az. 61 S 171/80, GE 1981, S. 673. Küchenherd und Backofen (unbenutzbar)
Küchenherd und Backofen (unbenutzbar)

3 %

AG München, Urteil vom 21.05.1985 - 23 C 8930/84, Thieler/Huber, Mietminderungsliste von A-Z, S. 74.
Küchenschrank

0 %

Tür eines Unterschrankes schließt nicht richtig
LG Berlin, GE 1996, S. 471.
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Quellen: Joachim Dospil / Hedwig Hanhörster, Tabellen für die Rechtspraxis, Carl Heymanns Verlag, Köln; ISBN 3-452-23896-2,
Reihe: Praxiswissen Recht;
WDR, Bundesgerichtshof. Angaben ohne Gewähr. Irrtümer vorbehalten. Stand: 28.08. 2009  Kontakt