Mietminderung Heizung

 
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Heizung

Totaler Heizungsausfall von September bis Februar; Eine Wohnung ohne Gas für Heizung, Herd und Warmwasser ist für die Zeit ab Beginn der Heizperiode in ihrem Gebrauchswert vollständig gemindert 100 %.

Mietminderung A-Z: 

A B C D E F G H  I K L M N O P R S T U W Z
 

 
Hausfassade

/

Beschädigungen und Verunstaltungen der Hausfassade stellen einen erheblichen Mangel der Mietsache dar.

LG Berlin, MM 1986,, S. 329;
LG Osnabrück, Urteil vom 30.04.1985 - 1 S 39/85, WM 1986, S. 93.
Hausmusik (Klavierspielen)

20 %

Nachbar spielt gut hörbar und länger als 2 Stunden täglich Klavier.

AG Düsseldorf, DWW 1988, S. 357.
Hausmusik (Überempfindlichkeit)

0 %

Persönliche Überempfindlichkeit gegen Hausmusik von Nachbarn in einem Mehrfamilienhaus rechtfertigt keine Mietminderung wegen Mangelhaftigkeit der Mietsache, solange die Nachbarn nicht in den Ruhezeiten spielen und beim Musizieren nicht unnötig über die Zimmerlautstärke hinausgehen.

OLG München, WM 1992, S. 238;
AG Münster, Urteil vom 05.07.1991 - 4 C 83/91, WM 1991, S. 545.
Hausmusik (Beschränkung)

/

Häufiges Musizieren anderer Hausbewohner kann auf 2 Stunden pro Tag reduziert werden.

BayObLG, Beschluß vom 28.03.1985 - B-Reg 2 Z 8/85, WM 1986, S. 148;
OLG Hamm, Beschluß vom 10.11.1980 - 15 W 122/80, NJW 1981, S. 465.

Musizieren mehrere Personen gemeinsamen, so kann die Zeit auf 1 Stunde pro Tag beschränkt werden.

OLG Frankfurt, Beschluß vom 29.08.1984 - 20 W 190/84, WM 1984, S. 303.

Schlagzeug darf nur zu bestimmten Zeiten und nicht länger als 45 bzw. 90 Minuten lang gespielt werden.

LG Nürnberg-Fürth, WM 1992, S. 253.
Haustür (defekt)

3 %

AG Neukölln, MM 1988, S. 151.
Haustür (Türbeschläge statt Sicherheitsbeschläge)

0 %

LG Freiburg (Breisgau), Urteil vom 16.06.1988 - 3 S 31/88, WM 1988, S. 263
Haustür (fehlt)

15 %

LG Düsseldorf, WM 1973, S. 187 (fehlende Wohnungseingangstür).
Haustür (nicht abschließbar)

5 %

AG Köln, Urteil vom 28.10.1976 - 153 C 3204/76, WM 1978, S. 126.
Haustür (undicht)

10 %

Fenster und Haustür undicht, was zu Zugluft und Feuchtigkeit führt.

AG München, Urteil vom 24.05.1985 - 25 C 9566/84.
Heizkörper (unterdimensionierte)

5 - 10 %

Unterdimensionierte Heizkörper in der Mietwohnung, die eine Erwärmung der Mieträume auf 20 Grad nicht erlauben, stellen einen Mangel dar und berechtigen jedenfalls in den Wintermonaten zur Mietminderung.

AG Münster, Urteil vom 05.05.1987 - 28 C 330/86, WM 1987, S. 382 = WM 1988, S. 109 (Mietminderung 5 % im Dezember bis März, wenn im Kinderzimmer 11 % und im Schlafzimmer 9 % der Heizfläche fehlen; Mietminderung 10 % in den Monaten Januar und Februar).
Heizkörperventile

0 %

lassen sich nicht an- bzw. abstellen. Kein erheblicher Mangel. LG Berlin, GE 1983, S. 919.
Heizkörperventile (voll aufgedreht)

0 %

Es liegt kein Mangel vor, wenn die notwendige Raumtemperatur nur bei voll aufgedrehten Thermostatventilen erreicht werden kann. Dies verdeutlicht im Gegenteil, wie genau und kostensparend die Heizkurve eingestellt ist.

AG Münster, Urteil vom 07.03.1984 - 6 C 218/81, WM 1984, S. 198.
Heizung (fehlende)

0 %

Die fehlende Heizmöglichkeit in der Küche der Wohnung stellt für sich allein noch keinen Mangel der Mietsache dar.

LG Berlin, Beschluss vom 05.06.1989 - 61 S 189/89, MDR 1990, S. 56 = WM 1990, S. 16 = ZMR 1990, S. 58.
Heizung nicht abstellbar (Überhitzung)

/

LG Berlin, GE 1981, S. 673.
Heizung (fehlerhaft dimensioniert)

/

Die fehlerhafte Dimensionierung der gesamten Heizung stellt in den Monaten, die in die Heizperiode fallen, einen Mangel dar.

AG Friedberg (Hessen), Urteil vom 26.09.1984 - C 1364/82, WM 1985, S. 259.
Heizung (Thermostate voll aufgedreht)

0 %

Es liegt kein Mangel vor, wenn die notwendige Raumtemperatur nur bei voll aufgedrehten Thermostatventilen erreicht werden kann. Dies verdeutlicht im Gegenteil, wie genau und kostensparend die Heizkurve eingestellt ist.

AG Münster, Urteil vom 07.03.1984 - 6 C 218/81, WM 1984, S. 198.
Heizungsanlage (unterdimensionierte)

/

Ist die Heizungsanlage (Heizkörper und/oder Heizkessel) unterdimensioniert mit der Folge, dass bei Außentemperaturen von minus 7 C oder kälter keine Innenraumtemperaturen von 21 C erreicht werden können, ist die Miete an diesen kalten Tagen gemindert.

AG Kerpen, Urteil vom 05.11.1987 - 6 C 249/85, WM 1990, S. 62.
Heizungsausfall (totaler im Winter)

100 %

LG Berlin, Urteil vom 20.10.1992 - 65 S 70/92, GE 1992, S. 1213 = WM 1993, S. 185 (Totaler Heizungsausfall von September bis Februar; Eine Wohnung ohne Gas für Heizung, Herd und Warmwasser ist für die Zeit ab Beginn der Heizperiode in ihrem Gebrauchswert vollständig gemindert.).

LG Hamburg, Urteil vom 15.05.1975 - 7 O 80/74, WM 1976, S. 10 (Totaler Heizungsausfall im Herbst und Winter).
LG Wiesbaden, WM 1980, S. 17.
Heizungsausfall (totaler)

75 %

LG Berlin, Urteil vom 10.01.1992 - 64 S 291/91, GE 1993, S. 263 = ZMR 1992, S. 302.
Heizungsausfall (totaler im Winter)

50 %

OLG Frankfurt, Az.: 3 U 142/70, ZMR 1974, S. 42;
LG Berlin, GE 1991, S. 351 (während der Heizperiode);
LG Berlin, MM 9/83, S. 16.
LG Bonn, Urteil vom 02.11.1981 - 6 S 396/81, WM 1982, S. 170.
LG Hamburg, Az.: 7 O 80/74, WM 1976, S. 10.
LG Kassel, Beschluss vom 24.02.1987 - 1 T 17/87 und 1 S 26/87, WM 1987, S. 271 (Ausfall der Heizung vom 15.12.1985 bis zum 28.02.1986).
AG Berlin-Tempelhof/Kreuzberg, GE 1985, S. 1033.
AG Waldbröl, WM 1981, S. U 8 (Heizungsausfall im Sommer bei Außentemperaturen von 13 - 17,5º C).
 
Heizungsausfall (totaler im Winter)

40 %

LG Berlin, Az.: 64 T 69/93, GE 1993, S. 861.
Heizungsausfall bzw. unzureichende Beheizung.

30 %

LG Düsseldorf, Urteil vom 17.05.1973 - 12 S 382/72, WM 1973, S. 187 (Im März Temperaturen in der Wohnung von nur 15º bis 18º C).

LG München I, Urteil vom 25.05.1984 - 20 S 3739/84, Thieler/Huber, Mietminderungsliste von A-Z, S. 72 (Schlechte Beheizung wegen schlechter Isolierung und/oder wegen unzureichender Heizkraft - Temperaturen oft nur 15 Grad, nie mehr als 18 Grad Celsius - führen zu einer Mietminderung von ca. 30 % der Bruttomiete oder 25 % der Nettomiete.

AG Görlitz, Urteil vom 03.11.1997 - 1 C 1320/96, WM 1998, S. 180 (Beheizbarkeit der Räume nur bis zur einer Höhe von rund 16-18 Grad Celsius möglich).
Heizungsausfall bzw. unzureichende Beheizung

25 %

AG Berlin-Neukölln, Az. 10 C 557/84 (Raumtemperatur von 15º C).

AG Hamburg, Urteil vom 22.03.1973 - 46 C 191/72, MDR 1974, S. 404 = WM 1973, S. 210 (Heizungsausfall an 20 Tagen im Oktober bei Außentemperaturen von 9,5º C).

AG Waldbröl, Urteil vom 18.07.1980 - 3 C 396/80, WM 1980, S. 206 (Heizungsausfall an 20 Tagen im Oktober bei Außentemperaturen von 2º C)
Heizung (Diskothek)

25 %

Heizungs- und Lüftungsmängel bei einer Diskothek

OLG München, Urteil vom 17.01.1997 - 21 U 5288/93 und 21 U 5618/93, OLG-Rp München 1997, 62.
Heizung (Diskothek)

23 %

Heizung in einer Diskothek wird ab 22.00 Uhr abgestellt.

OLG Düsseldorf, Az.: 10 U 3/93, MDR 1994, S. 371 = NJW-RR 1994, S. 399 = WM 1994, S. 324 (Mietminderung auch in den Sommermonaten gerechtfertigt).
Heizung - Unzureichende Beheizung

20 %

VG Berlin, GE 1983, S. 767 (Fehlende Heizungsmöglichkeit in der Küche).

LG Hannover, Urteil vom 19.12.1979 - 11 S 296/79, WM 1980, S. 130 (Schlafzimmer kann wegen Rohrbruchs am Heizkörper im Februar nicht beheizt werden.)

AG Bad Segeberg, Urteil vom 29.09.1976 - 12 C 35/76, WM 1977, S. 227 (Raumtemperatur unter 20º C; die Heizung wird erst ab 8.30 Uhr und nur bis 20.00 Uhr betrieben).

AG Berlin - Spandau, Az. 3 C 209/81 (Heizungsausfall im Oktober).

AG Köln, Urteil vom 06.12.1976 - 152 C 1249/74, WM 1978, S. 189 (Raumtemperatur von 16 bis 18º C).

AG Oldenburg, Az. 19 C 559/77 VII, Thieler/Huber, Mietminderungliste von A-Z, S. 72 (Raumtemperatur von 18º C im Kinder- und Schlafzimmer).
Heizungsausfall (vollständiger)

15 %

AG Berlin-Tempelhof, GE 1985, S. 1033.

AG Berlin-Schöneberg, Az. 2 C 454/85 (Raumtemperatur von 15º C).
Heizung (mangelhafte Beheizung)

15 %

AG Köln, Urteil vom 04.11.1974 - 153a C 587/73.
Heizung (schlechte Heizleistung)

13 %

AG Berlin-Schöneberg, MM 1981, S. 51 (Raumtemperaturen von 17 bis 18 Grad).
Heizung (mangelhafte Heizleistung)

10 %

AG Rendsburg, Urteil vom 28.05.1974, WM 1975, S. 122 (Schlechte Heizleistung aufgrund von Schornsteinmängeln.).

AG Bremerhaven, WM 1992, S. 601 (Falsch platzierte Heizkörper - nicht unter dem Fenster, sondern an normaler Wand, wodurch eine ungünstige Verteilung der Wärme verursacht wird).

AG Schöneberg, GE 1990, S. 661 (Wohnzimmer bleibt kühl).
Heizung (tageweiser Ausfall im Winter)

5 %

LG Berlin, GE 1992, S. 1043 (Heizung erreicht nur 18 Grad Celsius).
Heizung (mangelhafte Heizleistung)

/

Wird in den Wintermonaten im Badezimmer auch bei beheizten Heizkörpern nur ein Temperatur von 16 bis 17 Grad erreicht, stellt dies einen Mangel der Mietsache dar, der zur Mietminderung berechtigt.

AG Köln, Urteil vom 13.06.1983 - 215 C 337/82, WM 1984, S. 198.
Heizung (Ausfall im Sommer)

0 %

LG Hamburg, Urteil vom 06.03.1979 - 16 O 100/78, WM 1980, S. 126 (Wenn die Raumtemperatur im Sommer nur 1 Grad unter dem Wärmepegel liegt (19 anstelle von 20 Grad Celsius), so stellt dies nur eine unerhebliche Minderung dar, die keinen Mietabzug zulässt.).

LG Wiesbaden, Beschluss vom 29.09.1989 - 8 S 135/89, WM 1990, S. 71.
Heizung (Nichtbeheizbarkeit der Küche)

0 %

Die Nichtbeheizbarkeit der Küche stellt keinen Mangel dar.

LG Berlin, Beschluss vom 05.06.1989 - 61 S 189/89, MDR 1990, S. 56 = WM 1990, S. 16 = ZMR 1990, S. 58.
Heizung (Temperaturen)

/

Der Mieter hat Anspruch auf folgende Temperaturen: 20º C

Der Vermieter ist verpflichtet, von 7.00 Uhr bis 22.00 Uhr in der Mietwohnung eine Mindesttemperatur von 20 Grad zu halten.

AG Bad Segeberg, Urteil vom 29.09.1976, WM 1977, S. 227.

20º bis 22º C - Der Mieter muss die Heizung so einstellen können, dass eine Temperatur von 20 bis 22º C erreicht werden kann.

OVG Berlin, Urteil vom 12.09.1980 - 2 B 40/76, WM 1981, S. 68.

OLG München, WM 1959, S. 74.

LG Köln, Urteil vom 17.05.1977 - 12 S 35/76, WM 1980, S. 17.

LG Hamburg, Urteil vom 06.03.1979 - 16 O 100/78, WM 1980, S. 126.

LG Mannheim, Beschluss vom 04.04.1960 - 5 T 29/60, ZMR 1962, S. 313.

AG Calw, Beschluss vom 19.10.1976 - IV C 738/76, WM 1977, S. 226.
Heizung (Knackgeräusche)

75 %

Rhythmisch wiederkehrende Knackgeräusche der Heizung, die die Benutzung des Schlafzimmers unzumutbar machen.

LG Mannheim, Urteil vom 23.11.1977- 4 S 95/77, Die Justiz 1978, S. 233 = ZMR 1978, S. 84 (Minderung von 75 % des Mietwertes des Schlafzimmers).
Heizung (Klopfgeräusche Zentralheizung)

17 %

LG Darmstadt, Urteil vom 25.10.1978 - 7 S 131/78, WM 1980, S. 52 (17 % entsprechen im vorliegenden Fall 70,- DM).
Heizperiode

10 %

Die Heizperiode dauert normalerweise vom 01.10. bis 30.04.

LG Düsseldorf, ZMR 1956, S. 332.

LG Berlin, GE 1978, S. 286 (Außerhalb der Heizperiode muss der Vermieter bei Kälteeinbrüchen heizen.

LG Hannover, Urteil vom 15.04.1994 - 9 S 211/93, WM 1994, S. 463 (Laute Knackgeräusche eines Gas-Raumheizers).

AG Hamburg, Urteil vom 08.01.1987 - 49 C 836/86, WM 1987, S. 271 (in den Monaten Dezember bis März).
Heizung (lautes Knacken, Rauschen)

5 %

AG Hamburg, Urteil vom 08.01.1987 - 49 C 836/86, WM 1987, S. 271 (im Monat April).
Heizung (Klopfgeräusche)

/

Klopfgeräusche in der Heizungsanlage, die den ungestörten Schlaf unmöglich machen, führen zu einer Minderung der Miete unabhängig von einem Verschulden des Vermieters.

AG Würzburg, Urteil vom 20.10.1987 - 13 C 1045/87, WM 1988, S. 156.

AG Hamburg, Urteil vom 04.08.1987 - 47 C 2816/86, WM 1987, S. 382.
Heizung (Geräusche)

/

Ein Geräuschpegel gem. DIN 4109 in der Wohnküche von mehr als 30 dB (A) indiziert einen Mangel der Mietwohnung.

AG Hamburg, Urteil vom 03.07.1997 - 48 C 249/96, WM 1997, S. 551
Hellhörigkeit (in Teilen der Wohnung)

10 %

AG Lüdinghausen, Urteil vom 31.10.1979 - 4 C 132/78, WM 1980, S. 52.
Hochhaus (ungepflegter Zustand).

5 %

AG Kiel, Urteil vom 19.09.1990 - 7 C 56/90, WM 1991, S. 343 (Treppenaufgänge und Flure, Eingangstür und Feuerschutztüren und Fahrstuhlinnenraum sind total verdreckt. Filzstiftzeichnungen und andere farbliche Schmierereien mit Sprüchen obszönen und nationalsozialistischen Inhalts wurden nicht nachhaltig entfernt, teilweise überhaupt nicht beseitigt. Hundekot lag teilweise tagelang im Treppenhaus, Einfüllschächte der Müllschlucker wurden nicht sorgfältig gereinigt und die gelegentlichen Verunreinigungen der Fahrstuhlkabinen mit Kot wurden nicht umgehend beseitigt. Die Bedienungsleiste mit den Bedienungsknöpfen war lange Zeit hindurch angesengt und längere Zeit von Kot beschmiert. Eine Seitenwand des Fahrstuhls war eingetreten. Die Gleitleiste für die Fahrstuhlinnentür war nie gereinigt worden. Der Sandspielplatz für die Kleinkinder war nicht mit frischem Sand versehen und der Hunde- und Katzenkot ist daraus nicht regelmäßig entfernt worden.
Hochwasser (nach Überschwemmung)

100 %

AG Friedberg/Hessen, Urteil vom 03.05.1995, ZAP 1995, S. 932 (Der Vermieter, der in einer hochwassergefährdeten Gegend eine Wohnung vermietet, muss den Mieter auf den Mangel der Mietsache hinweisen, da Hochwassergefährdung ein Mangel der Wohnung ist. Er muss sämtliche technischen Maßnahmen treffen, dass der Mieter nicht durch Hochwasser gefährdet wird.).
Hochwassergefährdung

/

Die Hochwassergefährdung allein stellt schon einen Mangel dar. Der Vermieter, der in einer hochwassergefährdeten Gegend eine Wohnung vermietet, muss den Mieter auf den Mangel der Mietsache hinweisen, da Hochwassergefährdung ein Mangel der Wohnung ist. Er muss sämtliche technischen Maßnahmen treffen, dass der Mieter nicht durch Hochwasser gefährdet wird.

BGH, Urteil vom 09.12.1970 - VII ZR 149/69, LM Nr. 47 zu § 535 BGB = MDR 1971, S. 216 = NJW 1971, S. 424;

LG Köln, WM 1996, S. 334 (Die Kenntnis des Mieters von den relevanten Umständen schließt einen Schadensersatzanspruch des Mieters nicht aus.);

AG Friedberg/Hessen, Urteil vom 03.05.1995, ZAP 1995, S. 932.
Holzschutzmittel (Lindan und PCP)

30 %

Holz in der Wohnung wurde mit Lindan und PCP behandelt. Konkrete Gesundheitsschäden können vom Mieter nicht vorgetragen werden.

AG Rheinbach, VuR 1990, S. 212 (Minderung rückwirkend).
Holzschutzmittel (Lindan und PCP)

/

Die Minderung infolge von Schadstoffbelastung setzt voraus, dass diese Fehlerhaftigkeit für den Vermieter vorhersehbar war.

LG Lübeck, Urteil vom 06.11.1997 - 14 S 135/97, NJW-RR 1998, S. 441 (Mietvertragskündigung wegen Schadstoffbelastung mit PCP/Lindan).
Holzschutzmittel (bloße Gefährdung)

/

Auch bei bloßer Gefährdung ist ein Mangel gegeben. Eine konkrete Erkrankung der Mieter ist nicht erforderlich.

AG Bielefeld, VuR 1991, S. 123.
Holzschutzmittel (gesundheitsschädlich)

/

LG Darmstadt, Urteil vom 18.01.1997 - 7 S 159/96, DB 1997, S. 1557 (Für die Frage, von welchen Grenzwerten auszugehen ist, ist auf den Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung abzustellen).
Holzschutzmittel (bloße Gefährdung)

0 %

Keine Gesundheitsschädigung nachgewiesen. Eine Minderung nur aufgrund einer Gefährdung ist nicht berechtigt.

LG Hannover, VuR 1990, S. 40.
Holzschutzmittel (konkrete Gefährdung erforderlich

0 %

Es muss eine konkrete Gefährdung des Mieters vorliegen, die der Mieter beweisen muss.

AG Münsingen, WM 1996, S. 336.
Hostessen-Betrieb

/

Wenn in der unmittelbaren Nachbarschaft ein Hostessen-Betrieb unterhalten wird, so stellt dies einen schwerwiegenden Mangel der Mietwohnung dar, insbesondere dann, wenn minderjährige Kinder zur Familie gehören.

AG Kassel, Urteil vom 12.03.1982 - 87 C 4647/81, WM 1984, S. 280 (Im vorliegenden Fall kündigte die Mieterin die Wohnung fristlos und verlangte vom Vermieter Umzugskosten, Erstattung der Maklergebühr sowie einen höheren Mietanteil für die neue Wohnung als Schadensersatz. Es ergab sich insgesamt ein Betrag von 8.204,61 DM, der in vollem Umfang zugesprochen wurde.).
Hundegebell (ständiges)

/

OLG Düsseldorf, WM 1990, S. 400 (Auch Wachhunde dürfen nicht immer bellen.).

OLG Hamm, Urteil vom 11.04.1988 - 22 U 265/87, DWW 1989, S. 257 = MDR 1988, S. 966 = WM 1990, S. 123 (Bellzeiten).

LG Braunschweig, Az. 6 S 47/89.

AG Düren, Urteil vom 30.08.1989 - 8 C 724/88, WM 1990, S. 117
Hundekot im Sandspielplatz, Treppenhaus

5 %

AG Kiel, Urteil vom 19.09.1990 - 7 C 56/90, WM 1991, S. 343 (Hundekot lag teilweise tagelang im Treppenhaus; Der Sandspielplatz für die Kleinkinder war nicht mit frischem Sand versehen und der Hunde- und Katzenkot ist daraus nicht regelmäßig entfernt worden ...).
Hundekot im Treppenhaus

20 %

AG Münster, WM 1995, S. 534.
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Quellen: Joachim Dospil / Hedwig Hanhörster, Tabellen für die Rechtspraxis, Carl Heymanns Verlag, Köln; ISBN 3-452-23896-2,
Reihe: Praxiswissen Recht;
WDR, Bundesgerichtshof. Angaben ohne Gewähr. Irrtümer vorbehalten. Stand: 28.08. 2009  Kontakt