|
Hausfassade |
/ |
Beschädigungen und
Verunstaltungen der Hausfassade stellen einen
erheblichen Mangel der Mietsache dar.
LG Berlin, MM 1986,, S. 329;
LG Osnabrück, Urteil vom 30.04.1985 - 1 S 39/85, WM
1986, S. 93. |
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Hausmusik
(Klavierspielen) |
20 % |
Nachbar spielt gut hörbar
und länger als 2 Stunden täglich Klavier.
AG Düsseldorf, DWW 1988, S. 357. |
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Hausmusik
(Überempfindlichkeit) |
0 % |
Persönliche
Überempfindlichkeit gegen Hausmusik von Nachbarn in
einem Mehrfamilienhaus rechtfertigt keine Mietminderung
wegen Mangelhaftigkeit der Mietsache, solange die
Nachbarn nicht in den Ruhezeiten spielen und beim
Musizieren nicht unnötig über die Zimmerlautstärke
hinausgehen.
OLG München, WM 1992, S. 238;
AG Münster, Urteil vom 05.07.1991 - 4 C 83/91, WM 1991,
S. 545. |
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Hausmusik
(Beschränkung) |
/ |
Häufiges Musizieren anderer
Hausbewohner kann auf 2 Stunden pro Tag reduziert
werden.
BayObLG, Beschluß vom 28.03.1985 - B-Reg 2 Z 8/85, WM
1986, S. 148;
OLG Hamm, Beschluß vom 10.11.1980 - 15 W 122/80, NJW
1981, S. 465.
Musizieren mehrere Personen gemeinsamen, so kann die
Zeit auf 1 Stunde pro Tag beschränkt werden.
OLG Frankfurt, Beschluß vom 29.08.1984 - 20 W 190/84, WM
1984, S. 303.
Schlagzeug darf nur zu bestimmten Zeiten und nicht
länger als 45 bzw. 90 Minuten lang gespielt werden.
LG Nürnberg-Fürth, WM 1992, S. 253. |
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Haustür
(defekt) |
3 % |
|
AG Neukölln, MM 1988, S.
151. |
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Haustür
(Türbeschläge statt Sicherheitsbeschläge) |
0 % |
|
LG Freiburg (Breisgau),
Urteil vom 16.06.1988 - 3 S 31/88, WM 1988, S. 263 |
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Haustür
(fehlt) |
15 % |
|
LG Düsseldorf, WM 1973, S.
187 (fehlende Wohnungseingangstür). |
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Haustür
(nicht abschließbar) |
5 % |
|
AG Köln, Urteil vom
28.10.1976 - 153 C 3204/76, WM 1978, S. 126. |
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Haustür
(undicht) |
10 % |
Fenster und Haustür
undicht, was zu Zugluft und Feuchtigkeit führt.
AG München, Urteil vom 24.05.1985 - 25 C 9566/84. |
|
|
Heizkörper (unterdimensionierte) |
5 - 10 % |
Unterdimensionierte
Heizkörper in der Mietwohnung, die eine Erwärmung der
Mieträume auf 20 Grad nicht erlauben, stellen einen
Mangel dar und berechtigen jedenfalls in den
Wintermonaten zur Mietminderung.
AG Münster, Urteil vom 05.05.1987 - 28 C 330/86, WM
1987, S. 382 = WM 1988, S. 109 (Mietminderung 5 % im
Dezember bis März, wenn im Kinderzimmer 11 % und im
Schlafzimmer 9 % der Heizfläche fehlen; Mietminderung 10
% in den Monaten Januar und Februar). |
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|
Heizkörperventile |
0 % |
|
lassen sich nicht an- bzw.
abstellen. Kein erheblicher Mangel. LG Berlin, GE 1983,
S. 919. |
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|
Heizkörperventile (voll aufgedreht) |
0 % |
Es liegt kein Mangel vor,
wenn die notwendige Raumtemperatur nur bei voll
aufgedrehten Thermostatventilen erreicht werden kann.
Dies verdeutlicht im Gegenteil, wie genau und
kostensparend die Heizkurve eingestellt ist.
AG Münster, Urteil vom 07.03.1984 - 6 C 218/81, WM 1984,
S. 198. |
|
|
Heizung
(fehlende) |
0 % |
Die fehlende
Heizmöglichkeit in der Küche der Wohnung stellt für sich
allein noch keinen Mangel der Mietsache dar.
LG Berlin, Beschluss vom 05.06.1989 - 61 S 189/89, MDR
1990, S. 56 = WM 1990, S. 16 = ZMR 1990, S. 58. |
|
|
Heizung
nicht abstellbar (Überhitzung) |
/ |
|
LG Berlin, GE 1981, S. 673. |
|
|
Heizung
(fehlerhaft dimensioniert) |
/ |
Die fehlerhafte
Dimensionierung der gesamten Heizung stellt in den
Monaten, die in die Heizperiode fallen, einen Mangel
dar.
AG Friedberg (Hessen), Urteil vom 26.09.1984 - C
1364/82, WM 1985, S. 259. |
|
|
Heizung
(Thermostate voll aufgedreht) |
0 % |
Es liegt kein Mangel vor,
wenn die notwendige Raumtemperatur nur bei voll
aufgedrehten Thermostatventilen erreicht werden kann.
Dies verdeutlicht im Gegenteil, wie genau und
kostensparend die Heizkurve eingestellt ist.
AG Münster, Urteil vom 07.03.1984 - 6 C 218/81, WM 1984,
S. 198. |
|
|
Heizungsanlage (unterdimensionierte) |
/ |
Ist die Heizungsanlage
(Heizkörper und/oder Heizkessel) unterdimensioniert mit
der Folge, dass bei Außentemperaturen von minus 7 C oder
kälter keine Innenraumtemperaturen von 21 C erreicht
werden können, ist die Miete an diesen kalten Tagen
gemindert.
AG Kerpen, Urteil vom 05.11.1987 - 6 C 249/85, WM 1990,
S. 62. |
|
|
Heizungsausfall (totaler im Winter) |
100 % |
LG Berlin, Urteil vom
20.10.1992 - 65 S 70/92, GE 1992, S. 1213 = WM 1993, S.
185 (Totaler Heizungsausfall von September bis Februar;
Eine Wohnung ohne Gas für Heizung, Herd und Warmwasser
ist für die Zeit ab Beginn der Heizperiode in ihrem
Gebrauchswert vollständig gemindert.).
LG Hamburg, Urteil vom 15.05.1975 - 7 O 80/74, WM 1976,
S. 10 (Totaler Heizungsausfall im Herbst und Winter).
LG Wiesbaden, WM 1980, S. 17. |
|
|
Heizungsausfall (totaler) |
75 % |
|
LG Berlin, Urteil vom
10.01.1992 - 64 S 291/91, GE 1993, S. 263 = ZMR 1992, S.
302. |
|
|
Heizungsausfall (totaler im Winter) |
50 % |
OLG Frankfurt, Az.: 3 U
142/70, ZMR 1974, S. 42;
LG Berlin, GE 1991, S. 351 (während der Heizperiode);
LG Berlin, MM 9/83, S. 16.
LG Bonn, Urteil vom 02.11.1981 - 6 S 396/81, WM 1982, S.
170.
LG Hamburg, Az.: 7 O 80/74, WM 1976, S. 10.
LG Kassel, Beschluss vom 24.02.1987 - 1 T 17/87 und 1 S
26/87, WM 1987, S. 271 (Ausfall der Heizung vom
15.12.1985 bis zum 28.02.1986).
AG Berlin-Tempelhof/Kreuzberg, GE 1985, S. 1033.
AG Waldbröl, WM 1981, S. U 8 (Heizungsausfall im Sommer
bei Außentemperaturen von 13 - 17,5º C).
|
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|
Heizungsausfall (totaler im Winter) |
40 % |
|
LG Berlin, Az.: 64 T 69/93,
GE 1993, S. 861. |
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|
Heizungsausfall bzw. unzureichende Beheizung. |
30 % |
LG Düsseldorf, Urteil vom
17.05.1973 - 12 S 382/72, WM 1973, S. 187 (Im März
Temperaturen in der Wohnung von nur 15º bis 18º C).
LG München I, Urteil vom 25.05.1984 - 20 S 3739/84,
Thieler/Huber, Mietminderungsliste von A-Z, S. 72
(Schlechte Beheizung wegen schlechter Isolierung
und/oder wegen unzureichender Heizkraft - Temperaturen
oft nur 15 Grad, nie mehr als 18 Grad Celsius - führen
zu einer Mietminderung von ca. 30 % der Bruttomiete oder
25 % der Nettomiete.
AG Görlitz, Urteil vom 03.11.1997 - 1 C 1320/96, WM
1998, S. 180 (Beheizbarkeit der Räume nur bis zur einer
Höhe von rund 16-18 Grad Celsius möglich). |
|
|
Heizungsausfall bzw. unzureichende Beheizung |
25 % |
AG Berlin-Neukölln, Az. 10
C 557/84 (Raumtemperatur von 15º C).
AG Hamburg, Urteil vom 22.03.1973 - 46 C 191/72, MDR
1974, S. 404 = WM 1973, S. 210 (Heizungsausfall an 20
Tagen im Oktober bei Außentemperaturen von 9,5º C).
AG Waldbröl, Urteil vom 18.07.1980 - 3 C 396/80, WM
1980, S. 206 (Heizungsausfall an 20 Tagen im Oktober bei
Außentemperaturen von 2º C) |
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|
Heizung
(Diskothek) |
25 % |
Heizungs- und
Lüftungsmängel bei einer Diskothek
OLG München, Urteil vom 17.01.1997 - 21 U 5288/93 und 21
U 5618/93, OLG-Rp München 1997, 62. |
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|
Heizung
(Diskothek) |
23 % |
Heizung in einer Diskothek
wird ab 22.00 Uhr abgestellt.
OLG Düsseldorf, Az.: 10 U 3/93, MDR 1994, S. 371 =
NJW-RR 1994, S. 399 = WM 1994, S. 324 (Mietminderung
auch in den Sommermonaten gerechtfertigt). |
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Heizung -
Unzureichende Beheizung |
20 % |
VG Berlin, GE 1983, S. 767
(Fehlende Heizungsmöglichkeit in der Küche).
LG Hannover, Urteil vom 19.12.1979 - 11 S 296/79, WM
1980, S. 130 (Schlafzimmer kann wegen Rohrbruchs am
Heizkörper im Februar nicht beheizt werden.)
AG Bad Segeberg, Urteil vom 29.09.1976 - 12 C 35/76, WM
1977, S. 227 (Raumtemperatur unter 20º C; die Heizung
wird erst ab 8.30 Uhr und nur bis 20.00 Uhr betrieben).
AG Berlin - Spandau, Az. 3 C 209/81 (Heizungsausfall im
Oktober).
AG Köln, Urteil vom 06.12.1976 - 152 C 1249/74, WM 1978,
S. 189 (Raumtemperatur von 16 bis 18º C).
AG Oldenburg, Az. 19 C 559/77 VII, Thieler/Huber,
Mietminderungliste von A-Z, S. 72 (Raumtemperatur von
18º C im Kinder- und Schlafzimmer). |
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Heizungsausfall (vollständiger) |
15 % |
AG Berlin-Tempelhof, GE
1985, S. 1033.
AG Berlin-Schöneberg, Az. 2 C 454/85 (Raumtemperatur von
15º C). |
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|
Heizung
(mangelhafte Beheizung) |
15 % |
|
AG Köln, Urteil vom
04.11.1974 - 153a C 587/73. |
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|
Heizung
(schlechte Heizleistung) |
13 % |
|
AG Berlin-Schöneberg, MM
1981, S. 51 (Raumtemperaturen von 17 bis 18 Grad). |
|
|
Heizung
(mangelhafte Heizleistung) |
10 % |
AG Rendsburg, Urteil vom
28.05.1974, WM 1975, S. 122 (Schlechte Heizleistung
aufgrund von Schornsteinmängeln.).
AG Bremerhaven, WM 1992, S. 601 (Falsch platzierte
Heizkörper - nicht unter dem Fenster, sondern an
normaler Wand, wodurch eine ungünstige Verteilung der
Wärme verursacht wird).
AG Schöneberg, GE 1990, S. 661 (Wohnzimmer bleibt kühl). |
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Heizung (tageweiser
Ausfall im Winter) |
5 % |
|
LG Berlin, GE 1992, S. 1043
(Heizung erreicht nur 18 Grad Celsius). |
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|
Heizung
(mangelhafte Heizleistung) |
/ |
Wird in den Wintermonaten
im Badezimmer auch bei beheizten Heizkörpern nur ein
Temperatur von 16 bis 17 Grad erreicht, stellt dies
einen Mangel der Mietsache dar, der zur Mietminderung
berechtigt.
AG Köln, Urteil vom 13.06.1983 - 215 C 337/82, WM 1984,
S. 198. |
|
|
Heizung
(Ausfall im Sommer) |
0 % |
LG Hamburg, Urteil vom
06.03.1979 - 16 O 100/78, WM 1980, S. 126 (Wenn die
Raumtemperatur im Sommer nur 1 Grad unter dem Wärmepegel
liegt (19 anstelle von 20 Grad Celsius), so stellt dies
nur eine unerhebliche Minderung dar, die keinen
Mietabzug zulässt.).
LG Wiesbaden, Beschluss vom 29.09.1989 - 8 S 135/89, WM
1990, S. 71. |
|
|
Heizung
(Nichtbeheizbarkeit der Küche) |
0 % |
Die Nichtbeheizbarkeit der
Küche stellt keinen Mangel dar.
LG Berlin, Beschluss vom 05.06.1989 - 61 S 189/89, MDR
1990, S. 56 = WM 1990, S. 16 = ZMR 1990, S. 58. |
|
|
Heizung
(Temperaturen) |
/ |
Der Mieter hat Anspruch auf
folgende Temperaturen: 20º C
Der Vermieter ist verpflichtet, von 7.00 Uhr bis 22.00
Uhr in der Mietwohnung eine Mindesttemperatur von 20
Grad zu halten.
AG Bad Segeberg, Urteil vom 29.09.1976, WM 1977, S. 227.
20º bis 22º C - Der Mieter muss die Heizung so
einstellen können, dass eine Temperatur von 20 bis 22º C
erreicht werden kann.
OVG Berlin, Urteil vom 12.09.1980 - 2 B 40/76, WM 1981,
S. 68.
OLG München, WM 1959, S. 74.
LG Köln, Urteil vom 17.05.1977 - 12 S 35/76, WM 1980, S.
17.
LG Hamburg, Urteil vom 06.03.1979 - 16 O 100/78, WM
1980, S. 126.
LG Mannheim, Beschluss vom 04.04.1960 - 5 T 29/60, ZMR
1962, S. 313.
AG Calw, Beschluss vom 19.10.1976 - IV C 738/76, WM
1977, S. 226. |
|
|
Heizung
(Knackgeräusche) |
75 % |
Rhythmisch wiederkehrende
Knackgeräusche der Heizung, die die Benutzung des
Schlafzimmers unzumutbar machen.
LG Mannheim, Urteil vom 23.11.1977- 4 S 95/77, Die
Justiz 1978, S. 233 = ZMR 1978, S. 84 (Minderung von 75
% des Mietwertes des Schlafzimmers). |
|
|
Heizung
(Klopfgeräusche Zentralheizung) |
17 % |
|
LG Darmstadt, Urteil vom
25.10.1978 - 7 S 131/78, WM 1980, S. 52 (17 %
entsprechen im vorliegenden Fall 70,- DM). |
|
|
Heizperiode |
10 % |
Die Heizperiode dauert
normalerweise vom 01.10. bis 30.04.
LG Düsseldorf, ZMR 1956, S. 332.
LG Berlin, GE 1978, S. 286 (Außerhalb der Heizperiode
muss der Vermieter bei Kälteeinbrüchen heizen.
LG Hannover, Urteil vom 15.04.1994 - 9 S 211/93, WM
1994, S. 463 (Laute Knackgeräusche eines
Gas-Raumheizers).
AG Hamburg, Urteil vom 08.01.1987 - 49 C 836/86, WM
1987, S. 271 (in den Monaten Dezember bis März). |
|
|
Heizung
(lautes Knacken, Rauschen) |
5 % |
|
AG Hamburg, Urteil vom
08.01.1987 - 49 C 836/86, WM 1987, S. 271 (im Monat
April). |
|
|
Heizung
(Klopfgeräusche) |
/ |
Klopfgeräusche in der
Heizungsanlage, die den ungestörten Schlaf unmöglich
machen, führen zu einer Minderung der Miete unabhängig
von einem Verschulden des Vermieters.
AG Würzburg, Urteil vom 20.10.1987 - 13 C 1045/87, WM
1988, S. 156.
AG Hamburg, Urteil vom 04.08.1987 - 47 C 2816/86, WM
1987, S. 382. |
|
|
Heizung
(Geräusche) |
/ |
Ein Geräuschpegel gem. DIN
4109 in der Wohnküche von mehr als 30 dB (A) indiziert
einen Mangel der Mietwohnung.
AG Hamburg, Urteil vom 03.07.1997 - 48 C 249/96, WM
1997, S. 551 |
|
|
Hellhörigkeit (in Teilen der Wohnung) |
10 % |
|
AG Lüdinghausen, Urteil vom
31.10.1979 - 4 C 132/78, WM 1980, S. 52. |
|
|
Hochhaus
(ungepflegter Zustand). |
5 % |
|
AG Kiel, Urteil vom
19.09.1990 - 7 C 56/90, WM 1991, S. 343 (Treppenaufgänge
und Flure, Eingangstür und Feuerschutztüren und
Fahrstuhlinnenraum sind total verdreckt.
Filzstiftzeichnungen und andere farbliche Schmierereien
mit Sprüchen obszönen und nationalsozialistischen
Inhalts wurden nicht nachhaltig entfernt, teilweise
überhaupt nicht beseitigt. Hundekot lag teilweise
tagelang im Treppenhaus, Einfüllschächte der
Müllschlucker wurden nicht sorgfältig gereinigt und die
gelegentlichen Verunreinigungen der Fahrstuhlkabinen mit
Kot wurden nicht umgehend beseitigt. Die
Bedienungsleiste mit den Bedienungsknöpfen war lange
Zeit hindurch angesengt und längere Zeit von Kot
beschmiert. Eine Seitenwand des Fahrstuhls war
eingetreten. Die Gleitleiste für die Fahrstuhlinnentür
war nie gereinigt worden. Der Sandspielplatz für die
Kleinkinder war nicht mit frischem Sand versehen und der
Hunde- und Katzenkot ist daraus nicht regelmäßig
entfernt worden. |
|
|
Hochwasser (nach Überschwemmung) |
100 % |
|
AG Friedberg/Hessen, Urteil
vom 03.05.1995, ZAP 1995, S. 932 (Der Vermieter, der in
einer hochwassergefährdeten Gegend eine Wohnung
vermietet, muss den Mieter auf den Mangel der Mietsache
hinweisen, da Hochwassergefährdung ein Mangel der
Wohnung ist. Er muss sämtliche technischen Maßnahmen
treffen, dass der Mieter nicht durch Hochwasser
gefährdet wird.). |
|
|
Hochwassergefährdung |
/ |
Die Hochwassergefährdung
allein stellt schon einen Mangel dar. Der Vermieter, der
in einer hochwassergefährdeten Gegend eine Wohnung
vermietet, muss den Mieter auf den Mangel der Mietsache
hinweisen, da Hochwassergefährdung ein Mangel der
Wohnung ist. Er muss sämtliche technischen Maßnahmen
treffen, dass der Mieter nicht durch Hochwasser
gefährdet wird.
BGH, Urteil vom 09.12.1970 - VII ZR 149/69, LM Nr. 47 zu
§ 535 BGB = MDR 1971, S. 216 = NJW 1971, S. 424;
LG Köln, WM 1996, S. 334 (Die Kenntnis des Mieters von
den relevanten Umständen schließt einen
Schadensersatzanspruch des Mieters nicht aus.);
AG Friedberg/Hessen, Urteil vom 03.05.1995, ZAP 1995, S.
932. |
|
|
Holzschutzmittel (Lindan und PCP) |
30 % |
Holz in der Wohnung wurde
mit Lindan und PCP behandelt. Konkrete
Gesundheitsschäden können vom Mieter nicht vorgetragen
werden.
AG Rheinbach, VuR 1990, S. 212 (Minderung rückwirkend). |
|
|
Holzschutzmittel (Lindan und PCP) |
/ |
Die Minderung infolge von
Schadstoffbelastung setzt voraus, dass diese
Fehlerhaftigkeit für den Vermieter vorhersehbar war.
LG Lübeck, Urteil vom 06.11.1997 - 14 S 135/97, NJW-RR
1998, S. 441 (Mietvertragskündigung wegen
Schadstoffbelastung mit PCP/Lindan). |
|
|
Holzschutzmittel (bloße Gefährdung) |
/ |
Auch bei bloßer Gefährdung
ist ein Mangel gegeben. Eine konkrete Erkrankung der
Mieter ist nicht erforderlich.
AG Bielefeld, VuR 1991, S. 123. |
|
|
Holzschutzmittel (gesundheitsschädlich) |
/ |
|
LG Darmstadt, Urteil vom
18.01.1997 - 7 S 159/96, DB 1997, S. 1557 (Für die
Frage, von welchen Grenzwerten auszugehen ist, ist auf
den Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung
abzustellen). |
|
|
Holzschutzmittel (bloße Gefährdung) |
0 % |
Keine Gesundheitsschädigung
nachgewiesen. Eine Minderung nur aufgrund einer
Gefährdung ist nicht berechtigt.
LG Hannover, VuR 1990, S. 40. |
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Holzschutzmittel (konkrete Gefährdung erforderlich |
0 % |
Es muss eine konkrete
Gefährdung des Mieters vorliegen, die der Mieter
beweisen muss.
AG Münsingen, WM 1996, S. 336. |
|
|
Hostessen-Betrieb |
/ |
Wenn in der unmittelbaren
Nachbarschaft ein Hostessen-Betrieb unterhalten wird, so
stellt dies einen schwerwiegenden Mangel der Mietwohnung
dar, insbesondere dann, wenn minderjährige Kinder zur
Familie gehören.
AG Kassel, Urteil vom 12.03.1982 - 87 C 4647/81, WM
1984, S. 280 (Im vorliegenden Fall kündigte die Mieterin
die Wohnung fristlos und verlangte vom Vermieter
Umzugskosten, Erstattung der Maklergebühr sowie einen
höheren Mietanteil für die neue Wohnung als
Schadensersatz. Es ergab sich insgesamt ein Betrag von
8.204,61 DM, der in vollem Umfang zugesprochen wurde.). |
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Hundegebell (ständiges) |
/ |
OLG Düsseldorf, WM 1990, S.
400 (Auch Wachhunde dürfen nicht immer bellen.).
OLG Hamm, Urteil vom 11.04.1988 - 22 U 265/87, DWW 1989,
S. 257 = MDR 1988, S. 966 = WM 1990, S. 123
(Bellzeiten).
LG Braunschweig, Az. 6 S 47/89.
AG Düren, Urteil vom 30.08.1989 - 8 C 724/88, WM 1990,
S. 117 |
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Hundekot
im Sandspielplatz, Treppenhaus |
5 % |
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AG Kiel, Urteil vom
19.09.1990 - 7 C 56/90, WM 1991, S. 343 (Hundekot lag
teilweise tagelang im Treppenhaus; Der Sandspielplatz
für die Kleinkinder war nicht mit frischem Sand versehen
und der Hunde- und Katzenkot ist daraus nicht regelmäßig
entfernt worden ...). |
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Hundekot
im Treppenhaus |
20 %
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AG Münster, WM 1995, S.
534. |
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» Mietrecht A-Z
» Mietrecht M
» Mietminderung A-Z |
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