Mietminderung Feuchtigkeit

 
A B C D E F G H  I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z
 
Feuchtigkeit

Feuchtigkeitsschäden einer mit Thermotapeten ausgestatteten Wohnung bei gewöhnlichem Heiz- und Lüftungsverhalten 25 %. Durchfeuchtung des Teppichbodens, Tropfwasser an der Decke 50 %.

Mietminderung A-Z: 

A B C D E F G H  I K L M N O P R S T U W Z
 

 
Fahrstuhl (Ausfall)

10 %

Der Fahrstuhl fällt aus. Der Mieter wohnt im 4. Stock. AG Charlottenburg (2), GE 1990, S. 423.

Fahrstuhl (Ausfall)

7,5 %

Die Höhe der Mietminderung richtet sich nach der Geschosslage. Wenn der Aufzug ausfällt, kann der Mieter, der im 5. Stock wohnt, seine Miete um 7,5 % mindern. AG Bremen, Urteil 04.12.1986 - 10 C 300/86, WM 1987, S. 383 (Ausfall der Aufzugsanlage in einem Studentenwohnheim).

Fahrstuhl (Lärm)

/

Aufzugsanlagen müssen so schallisoliert sein, dass sie einen Grenzwert von 30 dB(A) nicht überschreiten.

AG Schöneberg, Urteil 08.01.1981 - 3 C 39/80, WM 1982, S. 183.
Fäkalienaustritt aus WC und Badewanne

38 %

wegen defekter Installation.

AG Groß-Gerau, Urteil 19.07.1979, WM 1980, S. 128.
Fäkalienrückfluß in der Toilette

5 %

AG Schöneberg, GE 1991, S. 527.

Fenster

10 %

Die Fenster sind im schlechten Zustand und deshalb luftdurchlässig und schwer schließbar.

AG Münster, Urteil 20.07.1982 - 3 C 20/82, WM 1982, S. 254
Fenster

10 %

Der Zustand des Fensters, durch das ungehindert in ein Haus eingedrungen werden kann, rechtfertigt eine Minderung von 10%.

AG Bergisch Gladbach, Urteil 14.12.1977 - 16 C 696/76, WM 1980, S. 17.
Fenster (aus Aluminium)

15 %

Die Fenster isolieren schlecht und sind luftdicht. Mieter muss mehr heizen und öfter lüften.

AG Emden, NJW-RR 1989, S. 523.
Fenster (blinde Doppelfenster)

10 %

LG Darmstadt, Urteil 04.04.1984 - 7 S 397/83,WM 1985, S. 22 = WM 1985, S. 260.
Fenster (blinde Thermoscheiben)

5 %

KreisG Görlitz, Urteil 16.12.1992 - 7 C 0371/92 (rostiges Wasser 13 % + blinde Thermoscheiben 5 % + undichte Fenster 7 % = 25 %);

KreisG Döbeln, WM 1992, S. 535.
Fenster (Trübung)

1 %

Trübung einer Isolierglasscheibe im Wohnzimmer.

AG Miesbach, Urteil 30.10.1984 - 3 C 585/84, WM 1985, S. 260.
Fenster (Trübung)

0,5 %

Trübung einer Isolierglasscheibe in der Küche.

AG Miesbach, Urteil 30.10.1984 - 3 C 585/84, WM 1985, S. 260.
Fenster (undicht)

/

Undichte Fenster, die zu Zugluft in den Räumen, zu Wärmeverlusten und damit zur Verschwendung von Heizenergie führen, stellen einen Mangel der Mietwohnung dar.

AG Hamburg, Urteil 07.10.1986 - 47 C 2059/85, WM 1987, S. 271.
Fenster (undicht)

50 %

Undichtigkeit aller Fenster einer Wohnung und die damit verbundene Feuchtigkeit

AG Leverkusen, Urteil 25.09.1980 - 28 C 215/80 Thieler/Huber, Mietminderungliste von A-Z, S. 49;

AG Leverkusen, Urteil 18.04.1979 - 23 C 471/76, WM 1980, S. 163 (Durchfeuchtung eines Teppichbodens, Tropfwasser durch eine Zimmerdecke).
Fenster (undicht)

20 %

LG Berlin, Urteil 20.05.1994 - 63 S 39/94, WM 1994, S. 464.

LG Hannover, Urteil 27.09.1978, ZMR 1979, S. 47 (Durch undichte Fenster und daraus resultierende Feuchtigkeit ist eine Küchenwand z.T. schwarz geworden.).

LG Kassel, Urteil 30.07.1987 - 1 S 274/84, WM 1988, S. 108 (Minderung des Mietzinses wegen Zugluft).
Fenster (undicht)

10 %

Fenster und Haustür undicht, was zu Zugluft und Feuchtigkeit führt.

AG München, Urteil 24.05.1985 - 25 C 9566/84.
Fenster (undicht)

7 %

Kreisgericht Görlitz, Urteil 16.12.1992 - 7 C 0371/92 (rostiges Wasser 13 % + blinde Thermoscheiben 5 % + undichte Fenster 7 % = 25 %).
Fenster (undicht)

6 %

Undichte Doppelfenster, die wegen eindringender Feuchtigkeit beschlagen.

AG Köln, Urteil 11.07.1979 - 152 C 1013/78, WM 1981, S. 283.
Fenster (undicht)

5 %

Undichte Fenster mit geringen Nässeschäden im Fensterbereich.

LG Berlin, Urteil 18.03.1982 - 61 S 437/81, GE 1982, S. 527 = MDR 1982, S. 671 = WM 1982, S. 184 (Fenster schließen nicht dicht, bei Schrägstellung dringt Wasser ein);

AG Kassel, Urteil 14.07.1993 - 802 C 2502/92, WM 1993, S. 607 (Blinde, feuchtigkeitsbeschlagene Isolierglasscheiben rechtfertigen eine Mietminderung von 5 % je Fenster).

AG Münster, Urteil 20.07.1982 - 3 C 20/82, WM 1982, S. 254 (Fenster sind im Sommer im schlechten Zustand und deshalb luftdurchlässig und schwer verschließbar).
Fenster (undicht und nicht zu schließen)

/

Nicht vollständig gegen Zugluft und eindringende Feuchtigkeit schützende Fenster sind mangelhaft. Ein weiterer Mangel liegt darin, dass das Küchenfenster nicht ohne weiteres zu schließen ist. Es kommt nicht darauf an, ob sich die vorhandenen Fenster durch weitere Sanierungsmaßnahmen in einen besseren Zustand versetzen ließen oder nicht. Wenn eine Sanierung der alten Fenster nicht möglich ist, muss zur Mängelbeseitigung zum Einbau anderer Fenster geschritten werden.

AG Gelsenkirchen, Urteil 29.06.1984 - 3 C 251/84, WM 1985, S. 259.
Fenster (undicht)

0 %

AG Münster, WM 1989, S. 235 (Luftaustausch ist normal. Es stellt keinen Mangel dar, wenn die Holzfenster nicht abgedichtet sind.)

AG Steinfurt, Az.: 4 C 484/95 (Bei Altbauten verhindert ein Luftzug die Schimmelpilzbildung. Eine Minderung kommt deshalb nicht in Betracht.).
Fensterläden (Entfernung)

10 %

AG Friedberg (Hessen), Urteil 01.08.1975 - C 117/75, WM 1977, S. 139 = ZMR 1978, S. 50.
Fernsehantenne (Entfernung der Dachantenne)

5 %

LG Berlin, MM 1994, S. 396.
Fernsehempfang (kein ausländischer Fernsehsender)

5 %

Ist entgegen dem Zustand bei Anmietung der Empfang ortsüblicher ausländischer Fernsehsender in der Mietwohnung aus vom Vermieter zu vertretenden Gründen nicht mehr möglich, so stellt das einen erheblichen Mangel dar.

LG München I, Urteil 21.10.1988, WM 1989, S. 563 (5 % entsprechen im vorliegenden Fall 25,- DM).
Fernsehempfang (gestörter)

0 %

Es liegt kein Mangel vor, wenn der gestörte Fernsehempfang auf eine örtliche Gegebenheit zurückzuführen ist.

AG Hamburg, Urteil 22.06.1988 - 40b C 2213/87, WM 1990, S. 70.
Fernsehempfang (schlechter)

10 %

AG Schöneberg, GE 1988, S. 361.
Feuchtigkeit

100 %

Ständige Durchfeuchtung der Außenwände und Rattenbefall.

AG Potsdam, Urteil 15.06.1995 - 26 C 533/93, WM 1995, S. 534.
Feuchtigkeit

93 %

Starke Durchfeuchtung der Wohnung.

AG Berlin-Tempelhof/Kreuzberg, Az. 6 C 328/84, Thieler/Huber, Mietminderungliste von A-Z, Nr. 139.
Feuchtigkeit

80 %

Erhebliche Durchfeuchtungen.

AG Friedberg, Urteil 06.07.1983 - C 389/82, WM 1984, S. 198 (Durchfeuchtungsschaden am Teppichboden nach einer Überschwemmung - "Jahrhundertregen" - mit erheblichem Gestank für die Dauer von 2 bis 3 Wochen).

LG Berlin, Az. 65 S 205/89, GE 1991, S. 625 (Druchfeuchtung und Schimmelpilzbefall von Küche, Wohn- und Schlafzimmer).
Feuchtigkeit (erhebliche) und Nässe

50 %

AG Leverkusen, Urteil 18.04.1979 - 23 C 471/76, WM 1980, S. 163 (Durchfeuchtung des Teppichbodens, Tropfwasser an der Decke).
Feuchtigkeit

30 %

Wasser tropft durch eine Zimmerdecke, Mangel wurde durch Naturkatastrophe (Schneesturm) hervorgerufen.

AG Kiel, Urteil 26.06.1980 - 13 C 9/80, WM 1980, S. 235.
Feuchtigkeit

25 %

LG Aachen, Urteil 12.07.1990 - 2 S 114/90, WM 1991, S. 89 (Feuchtigkeitsschäden einer mit Thermotapeten ausgestatteten Wohnung bei gewöhnlichem Heiz- und Lüftungsverhalten.).

AG Düren, Urteil 01.03.1990 - 3 C 450/89, WM 1991, S. 89 (Feuchtigkeitsschäden einer mit Thermotapeten ausgestatteten Wohnung bei gewöhnlichem Heiz- und Lüftungsverhalten.).

VG Berlin, GE 1984, S. 183 (Durchfeuchtung der Fensterfront und eines Teils der Decke).

VG Berlin, GE 1983, S. 767 (Feuchte Stellen und leichter Schimmelbelag in der Küche).
Feuchtigkeit

20 %

LG Hannover, Urteil 27.09.1978 - 11 S 188/78, ZMR 1979, S. 47 (Küchenwand ist wegen undichter Fenster und daraus resultierender Feuchtigkeit z.T. schwarz geworden.).

LG Karlsruhe, Urteil 14.07.1998 - 8 O 208/98 (Schimmel und Feuchtigkeit in der Küche).

AG Bad Schwartau, Urteil 03.11.1987 3 C 1176/86, WM 1988, S. 55 (Neubaufeuchte mit Schimmelbildung; ohne besondere Vereinbarung gehört es nicht zu den Vertragspflichten den Mieters, durch übermäßiges Lüften und kostenaufwendiges Heizen eine feuchte Wohnung zum Austrocknen zu bringen.)

AG Hamburg, Urteil 09.01.1979 - 42 C 634/76, WM 1979, S. 103 (Feuchtigkeits- und Schimmelbefall in 8 Räumen eines Einfamilienhauses wegen undichten Daches.)

AG Köln, Urteil 23.05.1973 - 152 C 195/73, WM 1974, S. 241 (Feuchtigkeitsschäden im Wohn- und Schlafzimmer).
Feuchtigkeit

13 %

LG Bonn, Urteil vom 03.12.1990 - 6 S 76/90, ZMR 1991, S. 300 (Schimmelpilzbildung, die zu 65 % auf baulichen Mängeln beruht.).
Feuchtigkeit

10 %

LG Hamburg, Urteil im schriftlichen Verfahren vom 02./03.03.1976 - 11 S 161/75, WM 1976, S. 205 = ZMR 1977, S. 305 = ZMR 1977, S. 332 (Feuchtigkeitsschäden im Wohnzimmer);

LG München, Urteil 11.01.1984 - 14 S 1387/83 (Fleck von 0,7x 0,8 m im Badezimmer, der durch Feuchtigkeit entstanden ist.);

LG Osnabrück, Urteil 02.02.1983 - 1 S 523/82 (Feuchtigkeitsschäden im Schlafzimmer);

AG Bad Bramstedt, Urteil 20.07.1989 - 5 C 44/89, WM 1990, S. 71 (Feuchtigkeit im Keller);

AG Hannover, 415 C 1021/82 (Feuchtigkeit in der Küche);

AG Lahnstein, Urteil 11.10.1976 - 2 C 477/76, WM 1977, S. 227 (70x 80 cm großer Feuchtigkeitsfleck bei sich ablösendem Anstrich und Wasserrändern);

AG Ravensburg, Urteil 12.03.1975 - 5 C 676/74, WM 1976, S. 9 (Feuchtigkeitsschäden im Wohnzimmer).
Feuchtigkeit

8 %

Durchfeuchtung der Zimmerdecke.

LG Hamburg, Urteil 07.07.1972 - Az. 11 S 86/71, Thieler/Huber, Mietminderungliste von A-Z, Nr. 30.
Feuchtigkeit

7 %

Durchfeuchtung eines Abstellraums. AG Lüneburg, Urteil 20.11.1979 - 11 C 189/79, Thieler/Huber, Mietminderungliste von A-Z, Nr. 28.
Feuchtigkeit

5 %

LG München I, Urteil vom 22.05.1985 - 31 S 17040/84, Thieler/Huber, Mietminderungliste von A-Z, S. 56 (Feuchtigkeitsflecken in der Küchendecke).

LG München I, Urteil vom 30.11.1983 - 15 S 10974/83, Thieler/Huber, Mietminderungliste von A-Z, S. 55 (Feuchtigkeit im Keller).

AG Düren, Urteil vom 16.12.1981 - 8 C 465/81, WM 1983, S. 30 (Feuchtigkeit im Kellerraum).
Feuchtigkeit

2 %

LG Hannover, Urteil vom 15.04.1994 - 9 S 211/93, WM 1994, S. 463 (Restliche Durchfeuchtungen, die von einer inzwischen behobenen Dachundichtigkeit herrühren).
Feuchtigkeit (unzumutbares Lüften und Heizen)

/

Können aufgrund der Baukonstruktion Feuchtigkeitsschäden nur durch unzumutbares Lüften und Heizen vermieden werden, so liegt ein Baumangel vor. Der Mieter hat grundsätzlich sein Heizungs- und Belüftungsverhalten nicht nach den wärmetechnischen Gegebenheiten der Wohnung einzurichten.

LG Braunschweig, Urteil vom 11.01.1983 - 6 S 241/81, WM 1985, S. 26 (Lassen sich Feuchtigkeitsschäden in der Wohnung nur dadurch vermeiden, dass der Mieter die Räume auf 22 Grad Celsius aufheizt, so liegt ein Mangel der Mietsache vor. Der Mieter ist - mangels vertraglicher Vereinbarung - nur zu einer üblichen Beheizung auf ca. 18 - 20 Grad Celsius verpflichtet.).

LG Hannover, Az. 9 S 389/87.

LG Itzehoe, Urteil vom 22.04.1982 - 1 S 24/81, WM 1982, S. 181;

AG Brühl, Urteil vom 09.01.1981 - 2 C 632/79, WM 1982, S. 185 (Führen Bauwerksmängel zu Feuchtigkeitsschäden, kann der Mieter nicht darauf verwiesen werden, diesen durch verstärktes Lüften abzuhelfen.).

a.A.

LG Stade, Urteil vom 21.06.1983 - 3 S 22/83, WM 1985, S. 23 (Den Mieter trifft ein Mitverschulden, wenn ihm mitgeteilt wurde, dass er sein Wohnverhalten nach den baulichen Verhältnissen des Hauses richten müsste.).
Feuchtigkeit (DIN-Vorschriften)

/

Einem Minderungsanspruch wegen Feuchtigkeitsschäden steht nicht entgegen, dass die DIN-Vorschriften bei der Bauwerkserstellung beachtet worden sind.

LG Lübeck, Urteil vom 20.11.1981 - 6 S 336/81, WM 1982, S. 182.
Feuchtigkeit (Beweislast: Vermieter)

/

Der Vermieter ist für Feuchtigkeitsschäden beweispflichtig.

LG Augsburg, Urteil vom 17.03.1982 - 7 S 4678/81, WM 1985, S. 9;

LG Göttingen, Urteil vom 15.01.1986 - 5 S 60/85, NJW 1986, S. 1112 = WM 1986, S. 114 (Treten nach dem Einbau von Isolierglasfenstern Feuchtigkeitsschäden in der Wohnung auf, muss der Vermieter beweisen, dass der Mieter die Feuchtigkeitsschäden durch vertragswidriges Wohnverhalten verursacht hat.).

LG Köln, Urteil vom 12.07.1990 - 6 S 79/90, WM 1990, S. 547 (Allein der Umstand, dass das Wohngebäude normgerecht nach DIN errichtet wurde, räumt Zweifel an der Zuordnung von Feuchtigkeitsursachen zum Verantwortungsbereich des Vermieters nicht aus.).

LG Osnabrück, Urteil vom 02.12.1988 - 11 S 277/88, WM 1989, S. 370 (Ist offen, ob Feuchtigkeitsschäden in der Mietwohnung auf die Bausubstanz oder auf das Wohnverhalten des Mieters zurückzuführen sind, so trägt der Vermieter die Beweislast dafür, dass Gewährleistungsansprüche ausgeschlossen sind.).

AG Braunschweig, Beschluss vom 10.11.1982 - 14 C 490/82, WM 1984, S. 198 (Der Vermieter muss beweisen, dass der Feuchtigkeitsschaden nicht von ihm zu vertreten ist, wenn in einer Wohnung Risse in den Wänden sind.).

AG Bremerhafen, Urteil vom 09.02.1983 - 53 C 208/82, WM 1985, S. 23 (Der Vermieter trägt die Beweislast dafür, dass der Mieter nach Einbau von Doppelfenstern auftretende Feuchtigkeitsschäden verursacht hat.).

AG Dortmund, Urteil vom 16.09.1992 - 126 C 8462/92, WM 1993, S. 40 (Gegenüber dem Anscheinsbeweis einer bauseitsbedingten Wohnungsfeuchtigkeit ist der Beweisantritt durch Sachverständigengutachten gestützt auf die bloße Behauptung, der Mieter habe nicht gelüftet, unzulässig.).

AG Köln, Urteil vom 19.09.1983 - 213 C 184/81, WM 1985, S. 24;

AG Melsungen, Urteil vom 11.01.1983 - 1 C 64/82, WM 1985, S. 22 (Der Beweis des ersten Anscheins spricht bei Feuchtigkeitsschäden in einer Mietwohnung dafür, dass diese ihre Ursache in der mangelhaften Bausubstanz der vermieteten Wohnung haben und daher vom Vermieter zu vertreten sind.).

AG Miesbach, Urteil vom 22.11.1979 - C 605/79, WM 1980, S. 163 (Für die Behauptung, Nässe und Feuchtigkeit in der Wohnung seien vom Mieter schuldhaft herbeigeführt, ist der Vermieter beweispflichtig.).
Feuchtigkeit (Beweislast: Mieter)

/

Der Mieter ist beweispflichtig.

OLG Celle, Beschluss vom 19.07.1984 - 2 UH 1/84, WM 1985, S. 115 (Das Vorliegen des Mangels und die Beeinträchtigung der Mietsache zum vertragsgemäßen Gebrauch muss der Mieter beweisen.).

LG Kiel, Urteil vom 16.11.1981 - 1 S 178/81, WM 1982, S. 187 (Der Mieter muss einen von ihm behaupteten Baumangel nachweisen. Eine Verpflichtung des Mieters, durch übermäßiges Heizen der Feuchtigkeitsbildung entgegenzuwirken, besteht nur, wenn er bei Anmietung vom Vermieter auf den Bauwerksmangel hingewiesen wurde. Für Hinweise ist der Vermieter beweispflichtig.).

LG Lüneburg, Urteil vom 13.12.1984 - 1 S 263/83, ZMR 1985, S. 127 (Hat sich die Mietwohnung bis zum Einzug der jetzigen Mieter in einem gebrauchsfähigen Zustand befunden, da unstreitig bei sämtlichen Vormietern keine Feuchtigkeitsschäden aufgetreten sind und haben ferner die vorhandenen Verbundglasfenster die Fehlerhaftigkeit nicht verursacht, ergibt sich daraus, dass für die Feuchtigkeitsschäden das Wohnverhalten der Mieter ursächlich gewesen ist. In diesem Falle tragen die Mieter die volle Beweislast für ihre Entlastung.

AG Köln, Urteil vom 03.09.1980 - 213(155) C 1235/79, WM 1982, S. 182 (Entspricht die Wärmedämmung der Wohnung den Vorschriften der Bauwerkserstellung, muss der Mieter nachweisen, dass entstandene Feuchtigkeitsschäden infolge mangelhafter Isolierung entstanden sind.).
Fluglärm (erheblicher)

10 %

Erheblicher Fluglärm und das Fehlen von Isolierverglasung rechtfertigen eine Mietminderung von 10 %.

LG Kiel, Urteil vom 08.01.1979 - 1 S 144/78, WM 1979, S. 128;

siehe auch: LG Wiesbaden, Urteil vom 03.11.1980 - 1 S 224/79, WM 1981, S. 164.
Fluglärm (selber schuld)

0 %

Wer in die Nähe eines Flughafens zieht, ist nicht zur Mietminderung berechtigt, wenn die Schallschutzvorschriften beachtet wurden.

LG Berlin, GE 1981, S. 391.
Formaldehyd-Belastung (Grenzwert)

/

Die vom Bundesgesundheitsamt festgelegten Grenzwerte von Formaldehyd liegen bei 0,1 mg/m³.
Formaldehyd-Belastung

50 %

Wenn die Belastung einer Mietwohnung mit Formaldehyd den vom Bundesgesundheitsamt festgesetzten Grenzwert übersteigt, ist der Mieter berechtigt, das Mietverhältnis fristlos zu kündigen und die Miete um 50% zu kürzen.

LG München I, Urteil vom 26.09.1990 - 31 S 20071/89, NJW-RR 1991, S. 975 = VuR 1991, S. 251 = WM 1991, S. 584.

AG Köln, Urteil vom 30.09.1986 - 217 C 346/86, NJW-RR 1987, S. 972 = VuR 1987, S. 40 = WM 1987, S. 120 (Mietminderung von 56 % bei 0,13 - 0,2 mg/m³ im Schlaf- und Kinderzimmer).

AG Mettmann, Urteil vom 13.02.1990 - 21 C 202/88, VuR 1990, S. 208 (Rückwirkende Mietkürzung um 50 % bei einer Formaldehyd-Belastung zwischen 0,13 und 0,21 ppm).

AG München, Urteil vom 07.09.1989 - 233 C 3695/87, VuR 1989, S. 333.
Formaldehyd-Belastung

25 %

AG Bad Säckingen, Urteil vom 21.08.1992 - 1 C 191/91, WM 1996, S. 140.
Formaldehyd-Belastung

/

LG Frankfurt, Urteil vom 18.02.1983 - 2/17 S 134/82, WM 1989, S. 284 (Der Gebrauchswert der Mietwohnung ist gemindert, wenn sich aus dem fehlerhaften Material der im Fußboden der Wohnung verlegten Spanplatten (zu hohe Formaldehydkonzentration im Bindemittel der Platten) gesundheitsschädliche Dämpfe entwickeln).

LG Nürnberg-Fürth, Urteil vom 29.07.1986 - 6 O 4220/86, WM 1987, S. 124.
Frettchen

33 %

Bestialischer Gestank, der von der Nachbarwohnung herrührt, weil der Nachbar ein Frettchen hält.

AG Köln, Urteil vom 27.09.1988 - 201 C 457/87, WM 1989, S. 234.
Fugen

0 %

Fugen an einer Verbindungstür rechtfertigen keine Mietminderung, wenn dadurch der Wert der Wohnung nur geringfügig beeinträchtigt wird.

AG Münster, Urteil vom 14.01.1972 - 3 C 422/71, ZMR 1972, S. 306.
Fußbodenkälte

30 %

Mangelhafte Wärmedämmung der Kellerdecke und fehlende Querlüftungsmöglichkeit, die zu einer Fußbodenkälte führen, berechtigen zu einer Mietminderung von 30 %.

LG Münster, Urteil vom 07.08.1963 - 8 S 153/63, WM 1963, S. 186.
A B C D E F G H  I K L M N O P R S T U W Z

 

» Mietrecht A-Z    » Mietrecht M    » Mietminderung A-Z

 
Tätigkeitsschwerpunkt Mietrecht   Rechtsanwalt Mietrecht
  Rechtsanwältin Hedwig Hanhörster.
  Schwerpunkt Mietrecht
Anwalt Mietrecht
Mietrecht   Mietrecht & Urteile
  Aktuelle Urteile und Entscheidungen
  zum Thema Unterhaltsrecht.
Mietrecht & Urteile
Abkürzungen Gesetze   Abkürzungen Gesetze
  Hier finden Sie die wichtigsten Abkürzungen
  zum Thema Gesetze, Nebenstrafrecht
Abkürzungen Gesetze
 
 
 

Quellen: Joachim Dospil / Hedwig Hanhörster, Tabellen für die Rechtspraxis, Carl Heymanns Verlag, Köln; ISBN 3-452-23896-2,
Reihe: Praxiswissen Recht;
WDR, Bundesgerichtshof. Angaben ohne Gewähr. Irrtümer vorbehalten. Stand: 28.08. 2009  Kontakt