|
Fahrstuhl
(Ausfall) |
10 % |
|
Der Fahrstuhl
fällt aus. Der Mieter wohnt im 4. Stock.
AG Charlottenburg (2), GE 1990, S. 423. |
|
|
Fahrstuhl
(Ausfall) |
7,5 % |
|
Die Höhe der
Mietminderung richtet sich nach der Geschosslage.
Wenn der Aufzug ausfällt, kann der Mieter, der im 5.
Stock wohnt, seine Miete um 7,5 % mindern.
AG Bremen, Urteil 04.12.1986 - 10 C 300/86, WM 1987, S.
383 (Ausfall der Aufzugsanlage in einem
Studentenwohnheim). |
|
|
Fahrstuhl
(Lärm) |
/ |
Aufzugsanlagen
müssen so schallisoliert sein, dass sie einen Grenzwert
von 30 dB(A) nicht überschreiten.
AG Schöneberg, Urteil 08.01.1981 - 3 C 39/80, WM 1982,
S. 183. |
|
|
Fäkalienaustritt aus WC und Badewanne |
38 % |
wegen defekter
Installation.
AG Groß-Gerau, Urteil 19.07.1979, WM 1980, S. 128. |
|
|
Fäkalienrückfluß in der Toilette |
5 % |
|
AG Schöneberg, GE 1991, S. 527. |
|
|
Fenster |
10 % |
Die Fenster
sind im schlechten Zustand und deshalb luftdurchlässig
und schwer schließbar.
AG Münster, Urteil 20.07.1982 - 3 C 20/82, WM 1982, S.
254 |
|
|
Fenster |
10 % |
Der Zustand des
Fensters, durch das ungehindert in ein Haus eingedrungen
werden kann, rechtfertigt eine Minderung von 10%.
AG Bergisch Gladbach, Urteil 14.12.1977 - 16 C 696/76,
WM 1980, S. 17. |
|
|
Fenster
(aus Aluminium) |
15 % |
Die Fenster
isolieren schlecht und sind luftdicht. Mieter muss mehr
heizen und öfter lüften.
AG Emden, NJW-RR 1989, S. 523. |
|
|
Fenster
(blinde Doppelfenster) |
10 % |
|
LG Darmstadt,
Urteil 04.04.1984 - 7 S 397/83,WM 1985, S. 22 = WM 1985,
S. 260. |
|
|
Fenster
(blinde Thermoscheiben) |
5 % |
KreisG Görlitz,
Urteil 16.12.1992 - 7 C 0371/92 (rostiges Wasser 13
% + blinde Thermoscheiben 5 % + undichte Fenster 7 % =
25 %);
KreisG Döbeln, WM 1992, S. 535. |
|
|
Fenster
(Trübung) |
1 % |
Trübung einer
Isolierglasscheibe im Wohnzimmer.
AG Miesbach, Urteil 30.10.1984 - 3 C 585/84, WM 1985, S.
260. |
|
|
Fenster
(Trübung) |
0,5 % |
Trübung einer
Isolierglasscheibe in der Küche.
AG Miesbach, Urteil 30.10.1984 - 3 C 585/84, WM 1985, S.
260. |
|
|
Fenster
(undicht) |
/ |
Undichte
Fenster, die zu Zugluft in den Räumen, zu Wärmeverlusten
und damit zur Verschwendung von Heizenergie führen,
stellen einen Mangel der Mietwohnung dar.
AG Hamburg, Urteil 07.10.1986 - 47 C 2059/85, WM 1987,
S. 271. |
|
|
Fenster
(undicht) |
50 % |
Undichtigkeit
aller Fenster einer Wohnung und die damit verbundene
Feuchtigkeit
AG Leverkusen, Urteil 25.09.1980 - 28 C 215/80
Thieler/Huber, Mietminderungliste von A-Z, S. 49;
AG Leverkusen, Urteil 18.04.1979 - 23 C 471/76, WM
1980, S. 163 (Durchfeuchtung eines Teppichbodens,
Tropfwasser durch eine Zimmerdecke). |
|
|
Fenster
(undicht) |
20 % |
LG Berlin,
Urteil 20.05.1994 - 63 S 39/94, WM 1994, S. 464.
LG Hannover, Urteil 27.09.1978, ZMR 1979, S. 47
(Durch undichte Fenster und daraus resultierende
Feuchtigkeit ist eine Küchenwand z.T. schwarz
geworden.).
LG Kassel, Urteil 30.07.1987 - 1 S 274/84, WM 1988,
S. 108 (Minderung des Mietzinses wegen Zugluft). |
|
|
Fenster
(undicht) |
10 % |
Fenster und
Haustür undicht, was zu Zugluft und Feuchtigkeit führt.
AG München, Urteil 24.05.1985 - 25 C 9566/84. |
|
|
Fenster
(undicht) |
7 % |
|
Kreisgericht
Görlitz, Urteil 16.12.1992 - 7 C 0371/92 (rostiges
Wasser 13 % + blinde Thermoscheiben 5 % + undichte
Fenster 7 % = 25 %). |
|
|
Fenster
(undicht) |
6 % |
Undichte
Doppelfenster, die wegen eindringender Feuchtigkeit
beschlagen.
AG Köln, Urteil 11.07.1979 - 152 C 1013/78, WM 1981, S.
283. |
|
|
Fenster
(undicht) |
5 % |
Undichte Fenster
mit geringen Nässeschäden im Fensterbereich.
LG Berlin, Urteil 18.03.1982 - 61 S 437/81, GE 1982,
S. 527 = MDR 1982, S. 671 = WM 1982, S. 184 (Fenster
schließen nicht dicht, bei Schrägstellung dringt Wasser
ein);
AG Kassel, Urteil 14.07.1993 - 802 C 2502/92, WM
1993, S. 607 (Blinde, feuchtigkeitsbeschlagene
Isolierglasscheiben rechtfertigen eine Mietminderung von
5 % je Fenster).
AG Münster, Urteil 20.07.1982 - 3 C 20/82, WM 1982, S.
254 (Fenster sind im Sommer im schlechten Zustand und
deshalb luftdurchlässig und schwer verschließbar). |
|
|
Fenster
(undicht und nicht zu schließen) |
/ |
Nicht
vollständig gegen Zugluft und eindringende Feuchtigkeit
schützende Fenster sind mangelhaft. Ein weiterer Mangel
liegt darin, dass das Küchenfenster nicht ohne weiteres
zu schließen ist. Es kommt nicht darauf an, ob sich die
vorhandenen Fenster durch weitere Sanierungsmaßnahmen in
einen besseren Zustand versetzen ließen oder nicht. Wenn
eine Sanierung der alten Fenster nicht möglich ist, muss
zur Mängelbeseitigung zum Einbau anderer Fenster
geschritten werden.
AG Gelsenkirchen, Urteil 29.06.1984 - 3 C 251/84, WM
1985, S. 259. |
|
|
Fenster
(undicht) |
0 % |
AG Münster, WM
1989, S. 235 (Luftaustausch ist normal. Es stellt keinen
Mangel dar, wenn die Holzfenster nicht abgedichtet
sind.)
AG Steinfurt, Az.: 4 C 484/95 (Bei Altbauten verhindert
ein Luftzug die Schimmelpilzbildung. Eine Minderung
kommt deshalb nicht in Betracht.). |
|
|
Fensterläden (Entfernung) |
10 % |
|
AG Friedberg
(Hessen), Urteil 01.08.1975 - C 117/75, WM 1977, S.
139 = ZMR 1978, S. 50. |
|
|
Fernsehantenne (Entfernung der Dachantenne) |
5 % |
|
LG Berlin, MM
1994, S. 396. |
|
|
Fernsehempfang (kein ausländischer Fernsehsender) |
5 % |
Ist entgegen
dem Zustand bei Anmietung der Empfang ortsüblicher
ausländischer Fernsehsender in der Mietwohnung aus vom
Vermieter zu vertretenden Gründen nicht mehr möglich, so
stellt das einen erheblichen Mangel dar.
LG München I, Urteil 21.10.1988, WM 1989, S. 563 (5 %
entsprechen im vorliegenden Fall 25,- DM). |
|
|
Fernsehempfang (gestörter) |
0 % |
Es liegt kein
Mangel vor, wenn der gestörte Fernsehempfang auf eine
örtliche Gegebenheit zurückzuführen ist.
AG Hamburg, Urteil 22.06.1988 - 40b C 2213/87, WM 1990,
S. 70. |
|
|
Fernsehempfang (schlechter) |
10 % |
|
AG Schöneberg,
GE 1988, S. 361. |
|
|
Feuchtigkeit |
100 % |
Ständige
Durchfeuchtung der Außenwände und Rattenbefall.
AG Potsdam, Urteil 15.06.1995 - 26 C 533/93, WM 1995, S.
534. |
|
|
Feuchtigkeit |
93 % |
Starke
Durchfeuchtung der Wohnung.
AG Berlin-Tempelhof/Kreuzberg, Az. 6 C 328/84, Thieler/Huber,
Mietminderungliste von A-Z, Nr. 139. |
|
|
Feuchtigkeit |
80 % |
Erhebliche
Durchfeuchtungen.
AG Friedberg, Urteil 06.07.1983 - C 389/82, WM 1984,
S. 198 (Durchfeuchtungsschaden am Teppichboden nach
einer Überschwemmung - "Jahrhundertregen" - mit
erheblichem Gestank für die Dauer von 2 bis 3 Wochen).
LG Berlin, Az. 65 S 205/89, GE 1991, S. 625 (Druchfeuchtung
und Schimmelpilzbefall von Küche, Wohn- und
Schlafzimmer). |
|
|
Feuchtigkeit (erhebliche) und Nässe |
50 % |
|
AG Leverkusen,
Urteil 18.04.1979 - 23 C 471/76, WM 1980, S. 163
(Durchfeuchtung des Teppichbodens, Tropfwasser an der
Decke). |
|
|
Feuchtigkeit |
30 % |
Wasser tropft
durch eine Zimmerdecke, Mangel wurde durch
Naturkatastrophe (Schneesturm) hervorgerufen.
AG Kiel, Urteil 26.06.1980 - 13 C 9/80, WM 1980, S. 235. |
|
|
Feuchtigkeit |
25 % |
LG Aachen,
Urteil 12.07.1990 - 2 S 114/90, WM 1991, S. 89
(Feuchtigkeitsschäden einer mit Thermotapeten
ausgestatteten Wohnung bei gewöhnlichem Heiz- und
Lüftungsverhalten.).
AG Düren, Urteil 01.03.1990 - 3 C 450/89, WM 1991, S. 89
(Feuchtigkeitsschäden einer mit Thermotapeten
ausgestatteten Wohnung bei gewöhnlichem Heiz- und
Lüftungsverhalten.).
VG Berlin, GE 1984, S. 183 (Durchfeuchtung der
Fensterfront und eines Teils der Decke).
VG Berlin, GE 1983, S. 767 (Feuchte Stellen und leichter
Schimmelbelag in der Küche). |
|
|
Feuchtigkeit |
20 % |
LG Hannover,
Urteil 27.09.1978 - 11 S 188/78, ZMR 1979, S. 47
(Küchenwand ist wegen undichter Fenster und daraus
resultierender Feuchtigkeit z.T. schwarz geworden.).
LG Karlsruhe, Urteil 14.07.1998 - 8 O 208/98 (Schimmel
und Feuchtigkeit in der Küche).
AG Bad Schwartau, Urteil 03.11.1987 3 C 1176/86, WM
1988, S. 55 (Neubaufeuchte mit Schimmelbildung; ohne
besondere Vereinbarung gehört es nicht zu den
Vertragspflichten den Mieters, durch übermäßiges Lüften
und kostenaufwendiges Heizen eine feuchte Wohnung zum
Austrocknen zu bringen.)
AG Hamburg, Urteil 09.01.1979 - 42 C 634/76, WM
1979, S. 103 (Feuchtigkeits- und Schimmelbefall in 8
Räumen eines Einfamilienhauses wegen undichten Daches.)
AG Köln, Urteil 23.05.1973 - 152 C 195/73, WM 1974,
S. 241 (Feuchtigkeitsschäden im Wohn- und Schlafzimmer). |
|
|
Feuchtigkeit |
13 % |
|
LG Bonn, Urteil
vom 03.12.1990 - 6 S 76/90, ZMR 1991, S. 300
(Schimmelpilzbildung, die zu 65 % auf baulichen Mängeln
beruht.). |
|
|
Feuchtigkeit |
10 % |
LG Hamburg,
Urteil im schriftlichen Verfahren vom 02./03.03.1976 -
11 S 161/75, WM 1976, S. 205 = ZMR 1977, S. 305 = ZMR
1977, S. 332 (Feuchtigkeitsschäden im Wohnzimmer);
LG München, Urteil 11.01.1984 - 14 S 1387/83 (Fleck von
0,7x 0,8 m im Badezimmer, der durch Feuchtigkeit
entstanden ist.);
LG Osnabrück, Urteil 02.02.1983 - 1 S 523/82
(Feuchtigkeitsschäden im Schlafzimmer);
AG Bad Bramstedt, Urteil 20.07.1989 - 5 C 44/89, WM
1990, S. 71 (Feuchtigkeit im Keller);
AG Hannover, 415 C 1021/82 (Feuchtigkeit in der Küche);
AG Lahnstein, Urteil 11.10.1976 - 2 C 477/76, WM 1977,
S. 227 (70x 80 cm großer Feuchtigkeitsfleck bei sich
ablösendem Anstrich und Wasserrändern);
AG Ravensburg, Urteil 12.03.1975 - 5 C 676/74, WM 1976,
S. 9 (Feuchtigkeitsschäden im Wohnzimmer). |
|
|
Feuchtigkeit |
8 % |
Durchfeuchtung
der Zimmerdecke.
LG Hamburg, Urteil 07.07.1972 - Az. 11 S 86/71, Thieler/Huber,
Mietminderungliste von A-Z, Nr. 30. |
|
|
Feuchtigkeit |
7 % |
|
Durchfeuchtung
eines Abstellraums. AG Lüneburg, Urteil 20.11.1979 - 11
C 189/79, Thieler/Huber, Mietminderungliste von A-Z, Nr.
28. |
|
|
Feuchtigkeit |
5 % |
LG München I, Urteil vom
22.05.1985 - 31 S 17040/84, Thieler/Huber,
Mietminderungliste von A-Z, S. 56 (Feuchtigkeitsflecken
in der Küchendecke).
LG München I, Urteil vom 30.11.1983 - 15 S 10974/83,
Thieler/Huber, Mietminderungliste von A-Z, S. 55
(Feuchtigkeit im Keller).
AG Düren, Urteil vom 16.12.1981 - 8 C 465/81, WM 1983,
S. 30 (Feuchtigkeit im Kellerraum). |
|
|
Feuchtigkeit |
2 % |
|
LG Hannover, Urteil vom
15.04.1994 - 9 S 211/93, WM 1994, S. 463 (Restliche
Durchfeuchtungen, die von einer inzwischen behobenen
Dachundichtigkeit herrühren). |
|
|
Feuchtigkeit (unzumutbares Lüften und Heizen) |
/ |
Können aufgrund der
Baukonstruktion Feuchtigkeitsschäden nur durch
unzumutbares Lüften und Heizen vermieden werden, so
liegt ein Baumangel vor. Der Mieter hat grundsätzlich
sein Heizungs- und Belüftungsverhalten nicht nach den
wärmetechnischen Gegebenheiten der Wohnung einzurichten.
LG Braunschweig, Urteil vom 11.01.1983 - 6 S 241/81, WM
1985, S. 26 (Lassen sich Feuchtigkeitsschäden in der
Wohnung nur dadurch vermeiden, dass der Mieter die Räume
auf 22 Grad Celsius aufheizt, so liegt ein Mangel der
Mietsache vor. Der Mieter ist - mangels vertraglicher
Vereinbarung - nur zu einer üblichen Beheizung auf ca.
18 - 20 Grad Celsius verpflichtet.).
LG Hannover, Az. 9 S 389/87.
LG Itzehoe, Urteil vom 22.04.1982 - 1 S 24/81, WM 1982,
S. 181;
AG Brühl, Urteil vom 09.01.1981 - 2 C 632/79, WM 1982,
S. 185 (Führen Bauwerksmängel zu Feuchtigkeitsschäden,
kann der Mieter nicht darauf verwiesen werden, diesen
durch verstärktes Lüften abzuhelfen.).
a.A.
LG Stade, Urteil vom 21.06.1983 - 3 S 22/83, WM 1985, S.
23 (Den Mieter trifft ein Mitverschulden, wenn ihm
mitgeteilt wurde, dass er sein Wohnverhalten nach den
baulichen Verhältnissen des Hauses richten müsste.). |
|
|
Feuchtigkeit (DIN-Vorschriften) |
/ |
Einem Minderungsanspruch
wegen Feuchtigkeitsschäden steht nicht entgegen, dass
die DIN-Vorschriften bei der Bauwerkserstellung beachtet
worden sind.
LG Lübeck, Urteil vom 20.11.1981 - 6 S 336/81, WM 1982,
S. 182. |
|
|
Feuchtigkeit (Beweislast: Vermieter) |
/ |
Der Vermieter ist für
Feuchtigkeitsschäden beweispflichtig.
LG Augsburg, Urteil vom 17.03.1982 - 7 S 4678/81, WM
1985, S. 9;
LG Göttingen, Urteil vom 15.01.1986 - 5 S 60/85, NJW
1986, S. 1112 = WM 1986, S. 114 (Treten nach dem Einbau
von Isolierglasfenstern Feuchtigkeitsschäden in der
Wohnung auf, muss der Vermieter beweisen, dass der
Mieter die Feuchtigkeitsschäden durch vertragswidriges
Wohnverhalten verursacht hat.).
LG Köln, Urteil vom 12.07.1990 - 6 S 79/90, WM 1990, S.
547 (Allein der Umstand, dass das Wohngebäude
normgerecht nach DIN errichtet wurde, räumt Zweifel an
der Zuordnung von Feuchtigkeitsursachen zum
Verantwortungsbereich des Vermieters nicht aus.).
LG Osnabrück, Urteil vom 02.12.1988 - 11 S 277/88, WM
1989, S. 370 (Ist offen, ob Feuchtigkeitsschäden in der
Mietwohnung auf die Bausubstanz oder auf das
Wohnverhalten des Mieters zurückzuführen sind, so trägt
der Vermieter die Beweislast dafür, dass
Gewährleistungsansprüche ausgeschlossen sind.).
AG Braunschweig, Beschluss vom 10.11.1982 - 14 C 490/82,
WM 1984, S. 198 (Der Vermieter muss beweisen, dass der
Feuchtigkeitsschaden nicht von ihm zu vertreten ist,
wenn in einer Wohnung Risse in den Wänden sind.).
AG Bremerhafen, Urteil vom 09.02.1983 - 53 C 208/82, WM
1985, S. 23 (Der Vermieter trägt die Beweislast dafür,
dass der Mieter nach Einbau von Doppelfenstern
auftretende Feuchtigkeitsschäden verursacht hat.).
AG Dortmund, Urteil vom 16.09.1992 - 126 C 8462/92, WM
1993, S. 40 (Gegenüber dem Anscheinsbeweis einer
bauseitsbedingten Wohnungsfeuchtigkeit ist der
Beweisantritt durch Sachverständigengutachten gestützt
auf die bloße Behauptung, der Mieter habe nicht
gelüftet, unzulässig.).
AG Köln, Urteil vom 19.09.1983 - 213 C 184/81, WM 1985,
S. 24;
AG Melsungen, Urteil vom 11.01.1983 - 1 C 64/82, WM
1985, S. 22 (Der Beweis des ersten Anscheins spricht bei
Feuchtigkeitsschäden in einer Mietwohnung dafür, dass
diese ihre Ursache in der mangelhaften Bausubstanz der
vermieteten Wohnung haben und daher vom Vermieter zu
vertreten sind.).
AG Miesbach, Urteil vom 22.11.1979 - C 605/79, WM 1980,
S. 163 (Für die Behauptung, Nässe und Feuchtigkeit in
der Wohnung seien vom Mieter schuldhaft herbeigeführt,
ist der Vermieter beweispflichtig.). |
|
|
Feuchtigkeit (Beweislast: Mieter) |
/ |
Der Mieter ist
beweispflichtig.
OLG Celle, Beschluss vom 19.07.1984 - 2 UH 1/84, WM
1985, S. 115 (Das Vorliegen des Mangels und die
Beeinträchtigung der Mietsache zum vertragsgemäßen
Gebrauch muss der Mieter beweisen.).
LG Kiel, Urteil vom 16.11.1981 - 1 S 178/81, WM 1982, S.
187 (Der Mieter muss einen von ihm behaupteten Baumangel
nachweisen. Eine Verpflichtung des Mieters, durch
übermäßiges Heizen der Feuchtigkeitsbildung
entgegenzuwirken, besteht nur, wenn er bei Anmietung vom
Vermieter auf den Bauwerksmangel hingewiesen wurde. Für
Hinweise ist der Vermieter beweispflichtig.).
LG Lüneburg, Urteil vom 13.12.1984 - 1 S 263/83, ZMR
1985, S. 127 (Hat sich die Mietwohnung bis zum Einzug
der jetzigen Mieter in einem gebrauchsfähigen Zustand
befunden, da unstreitig bei sämtlichen Vormietern keine
Feuchtigkeitsschäden aufgetreten sind und haben ferner
die vorhandenen Verbundglasfenster die Fehlerhaftigkeit
nicht verursacht, ergibt sich daraus, dass für die
Feuchtigkeitsschäden das Wohnverhalten der Mieter
ursächlich gewesen ist. In diesem Falle tragen die
Mieter die volle Beweislast für ihre Entlastung.
AG Köln, Urteil vom 03.09.1980 - 213(155) C 1235/79, WM
1982, S. 182 (Entspricht die Wärmedämmung der Wohnung
den Vorschriften der Bauwerkserstellung, muss der Mieter
nachweisen, dass entstandene Feuchtigkeitsschäden
infolge mangelhafter Isolierung entstanden sind.). |
|
|
Fluglärm
(erheblicher) |
10 % |
Erheblicher Fluglärm und
das Fehlen von Isolierverglasung rechtfertigen eine
Mietminderung von 10 %.
LG Kiel, Urteil vom 08.01.1979 - 1 S 144/78, WM 1979, S.
128;
siehe auch: LG Wiesbaden, Urteil vom 03.11.1980 - 1 S
224/79, WM 1981, S. 164. |
|
|
Fluglärm
(selber schuld) |
0 % |
Wer in die Nähe eines
Flughafens zieht, ist nicht zur Mietminderung
berechtigt, wenn die Schallschutzvorschriften beachtet
wurden.
LG Berlin, GE 1981, S. 391. |
|
|
Formaldehyd-Belastung (Grenzwert) |
/ |
|
Die vom
Bundesgesundheitsamt festgelegten Grenzwerte von
Formaldehyd liegen bei 0,1 mg/m³. |
|
|
Formaldehyd-Belastung |
50 % |
Wenn die Belastung einer
Mietwohnung mit Formaldehyd den vom Bundesgesundheitsamt
festgesetzten Grenzwert übersteigt, ist der Mieter
berechtigt, das Mietverhältnis fristlos zu kündigen und
die Miete um 50% zu kürzen.
LG München I, Urteil vom 26.09.1990 - 31 S 20071/89,
NJW-RR 1991, S. 975 = VuR 1991, S. 251 = WM 1991, S.
584.
AG Köln, Urteil vom 30.09.1986 - 217 C 346/86, NJW-RR
1987, S. 972 = VuR 1987, S. 40 = WM 1987, S. 120
(Mietminderung von 56 % bei 0,13 - 0,2 mg/m³ im Schlaf-
und Kinderzimmer).
AG Mettmann, Urteil vom 13.02.1990 - 21 C 202/88, VuR
1990, S. 208 (Rückwirkende Mietkürzung um 50 % bei einer
Formaldehyd-Belastung zwischen 0,13 und 0,21 ppm).
AG München, Urteil vom 07.09.1989 - 233 C 3695/87, VuR
1989, S. 333. |
|
|
Formaldehyd-Belastung |
25 % |
|
AG Bad Säckingen, Urteil
vom 21.08.1992 - 1 C 191/91, WM 1996, S. 140. |
|
|
Formaldehyd-Belastung |
/ |
LG Frankfurt, Urteil vom
18.02.1983 - 2/17 S 134/82, WM 1989, S. 284 (Der
Gebrauchswert der Mietwohnung ist gemindert, wenn sich
aus dem fehlerhaften Material der im Fußboden der
Wohnung verlegten Spanplatten (zu hohe
Formaldehydkonzentration im Bindemittel der Platten)
gesundheitsschädliche Dämpfe entwickeln).
LG Nürnberg-Fürth, Urteil vom 29.07.1986 - 6 O 4220/86,
WM 1987, S. 124. |
|
|
Frettchen |
33 % |
Bestialischer Gestank, der
von der Nachbarwohnung herrührt, weil der Nachbar ein
Frettchen hält.
AG Köln, Urteil vom 27.09.1988 - 201 C 457/87, WM 1989,
S. 234. |
|
|
Fugen |
0 % |
Fugen an einer
Verbindungstür rechtfertigen keine Mietminderung, wenn
dadurch der Wert der Wohnung nur geringfügig
beeinträchtigt wird.
AG Münster, Urteil vom 14.01.1972 - 3 C 422/71, ZMR
1972, S. 306. |
|
|
Fußbodenkälte |
30 % |
Mangelhafte Wärmedämmung
der Kellerdecke und fehlende Querlüftungsmöglichkeit,
die zu einer Fußbodenkälte führen, berechtigen zu einer
Mietminderung von 30 %.
LG Münster, Urteil vom 07.08.1963 - 8 S 153/63, WM 1963,
S. 186. |
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