Abwasserleitungen - Mietrecht von A bis Z

 
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Abwasserleitungen
Bei Rohrverstopfungen in den Abwasserleitungen, die nicht in einer Mietwohnung oder in einem gewerblich vermieteten Objekt, sondern direkt im Mietshaus auftreten, ist genauso zu verfahren wie bei einer Verstopfung in im Mietobjekt selbst. Der Vermieter ist jedoch zu einer regelmäßigen Wartung der Abwasseranlage des Mietshauses verpflichtet, kommt er dieser Pflicht nicht nach, haftet er voll für die aus Rohrverstopfungen u. ä. resultierenden
Schäden.

In einem Fall des Oberlandesgerichts Frankfurt kam es durch Unterlassung einer periodischen Überprüfung der Abwasseranlage durch den Vermieter, zu einer Überschwemmung eines gewerblich genutzten Mietobjektes. Der Vermieter wurde dazu verurteilt, wegen der mietvertraglichen Verletzung, für alle aus diesem Wasserschaden resultierenden Schäden, zu haften. (Oberlandesgericht Frankfurt 24. Zivilsenat, Urteil 6. Juni 2003, Az: 24 U 131/02)

Wird ein Schaden der Abwasseranlage von mehreren Mietern verursacht und der Vermieter kann die Schuld eines oder mehrerer Mieter nicht nachweisen, hat er laut Amtsgericht Schöneberg, für den Schaden aufzukommen. (Amtsgericht Schöneberg, Urteil 13. Mai 1967, Az: 12 C 80/76)

Ist es jedoch möglich den Mieter, der Verstopfung verursacht hat auszumachen, so hat dieser die Kosten zu tragen. Zum Beispiel wurde eine Verstopfung durch Katzenstreu ausgelöst, wobei nur ein Mieter des Hauses eine Katze hielt.

 

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