So kann man Streit mit den Nachbarn vermeiden

 
Streit mit den Nachbarn vermeiden

Äste die über den Zaun hängen, bellende Hunde, spielende Kinder, Musik die zu laut ist oder der Qualm vom Grillen der beim Nachbarn ankommt - die Gründe für Streitigkeiten unter Nachbarn sind sehr vielseitig.

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Was oftmals als kleiner Zwist beginnt, kann schnell auch vor Gericht enden, weiß Detlef Stollenwerg von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Genau zu diesem Thema hat er einen Ratgeber verfasst. Er sagt „Ein gütlich geschlossener Kompromiss ist in nahezu allen Fällen für beide Parteien besser, als ein nervenaufreibender Gerichtsprozess.“

Lärm und Grillen - der Streitpunkt Nummer eins
Zu den häufigsten Auslösern für Streitigkeiten über den Gartenzaun gehört Lärm und das Grillen. Hierbei gilt es festzuhalten, dass ein grundsätzlich keinen Anspruch auf eine lautstarke Party gibt. Stollenwerk erklärt, dass entgegen der weit verbreiteten Meinung, man kann einmal im Jahr eine richtige Sause auf Kosten des Schlafs der Nachbarn machen, trifft dies nicht zu. Es ist aber auch nichts gegen ein gelegentliches Feiern einzuwenden, sofern an einem Sonn- oder Feiertag nach 23 Uhr Ruhe herrscht. Um Streitigkeiten hier vorzubeugen, sollte man die Nachbarn rechtzeitig genug vor der Party darüber informieren und sie ggf. einfach einladen. Die Rauchbelästigung durch grillende Nachbarn muss man aber nicht so ohne weiteres hinnehmen. Das Amtsgericht in Bonn hat entschieden, dass einmal mit Monat gegrillt werden darf, hierbei aber die
Nachbarn mindestens 48 Stunden vorher informiert werden müssen. Auch hier kann man Beschwerden der Nachbarn am besten aus dem Weg gehen, indem man sie zum Grillabend einlädt.

Äste, die überm Gartenzaun hängen
Äste überm Gartenzaun beschäftigen ebenfalls immer wieder die deutschen Gerichte. Auch hier gilt, dass sie nicht so ohne weiteres hingenommen werden müssen. Experte Stollwerk erklärt, dass wenn man dem Nachbarn eine angemessene Frist zur Beseitigung der Äste einräumt und er diese Frist ohne Handeln verstreichen lässt, man selbst Hand anlegen und die überhängenden Äste entfernen kann. Hier sollte man aber die Natur berücksichtigen, denn ein Rückschnitt ist in der Zeit von April und September nicht zu empfehlen, denn dann stehen die Bäume in vollem Saft oder tragen Früchte.

Kompromisse sind immer die beste Lösung
Auch wenn das Verhalten der Nachbarn einen hin und wieder zur Weißglut bringen kann, sollte man immer bemüht sein, mit ihnen das offene Gespräch zu suchen. Einen Kompromiss kann man in den meisten Fällen finden. Wer gleich die Behörden einschaltet und ohne Vorwarnung einen Anwalt konsultiert, der schürt den Ärger und die Kompromissbereitschaft der „Störenfriede“ lässt erheblich nach. Eine Alternative zu einem zeit- und kostenintensiven und zudem nervenaufreibenden Gerichtsverfahren kann auch ein außergerichtliches Schlichtungsverfahren sein. Hierbei wird ein unbeteiligter Dritter eingeschaltet, der bei der Findung einer Einigung hilft.
Ob sich der Gang vor Gericht wirklich lohnt, sollte man sich mehr als einmal überlegen. Bringt man Bagatellfälle vor Gericht, ist der nachbarschaftliche Frieden meist nie wieder möglich, bemerkt Stollenwerk.

 
 
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