Schallschutz - Mietrecht A-Z
 
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Schallschutz
Bei der Bewertung des vorhandenen Schallschutzes in einer Mietwohnung bzw. ob dieser als ausreichend anzusehen ist, spielt das Alter der Wohnung bzw. des Hauses eine entscheidende Rolle. Bauvorschriften bezüglich des mindestens geforderten Schallschutzes ändern sich sehr regelmäßig alle paar Jahre. Daher können beim Hausbau auch immer nur die Vorschriften beachtet werden, die zur Bauzeit gültig sind.

Im Klartext bedeutet dies, dass der Schallschutz in Mietwohnung lediglich den für die Bauart und das Baujahr entsprechenden Anforderungen genügen muss. Man spricht dabei auch von der üblichen Beschaffenheit einer Wohnung. Der Mieter hat also keinen Anspruch darauf, dass eine 25 Jahre alte Wohnung denselben Schallschutz aufweist wie ein Neubau.Von der üblichen Beschaffenheit einer Wohnung hängt es maßgeblich ab, ob bei (zu) hoher Schalleinwirkung ein Mangel und somit ein Mietminderungsgrund vorliegt.

Die Gerichte ziehen zur Entscheidungsfindung bei gerichtlichen Auseinandersetzungen, die im Zusammenhang mit dem Schallschutz stehen, die DIN 4109 und die Richtlinie 4100 des Vereins der Deutschen Ingenieure, auch als VDI 4100 bekannt, heran.

Aktuelle Schallschutzvorschriften sind zwar nicht auf bestehende Häuser und Wohnungen anzuwenden, sehr wohl aber bei Sanierungen oder An- und Umbauten an solchen Gebäuden. Der Bestandschutz besteht dann nicht weiter fort.

Es werden drei Arten von Schall unterschieden. Dies ist erstens der Luftschall, der sich über die Luft ausbreitet und durch Musik, Sprechen oder Straßenlärm verursacht wird. Zweitens gibt es den Körperschall, der über einzelne Bauteile, z.B. Decken, Treppen und Wände, in benachbarten und unterhalb liegende Wohnungen transportiert wird. Körperschall kann durch Gehen, Klopfen oder ähnliche Handlungen ausgelöst werden.
Die letzte Schallart ist der Trittschall, der im Wesentlichen eine Kombination aus den beiden anderen Schallarten darstellt. Trittschall wird als Körperschall verursacht und dann durch die Luft verbreitet. Ein Beispiel hierfür ist das Gehen im Treppenhaus.

 

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