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Mietminderung bei braunem Leitungswasser |
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Leitungswasser: Mietminderung bei
braunem Leitungswasser
Offensichtlich verunreinigtes Leitungswasser kann laut einem
Urteil des Landgerichts Hanau zu einer Mietminderung von 20
% berechtigen. Ein Saunabetreiber hatte von sich aus 20 %
der Pacht einbehalten, nachdem in der von ihm betriebenen
Sauna in den Räumen eines kommunalen Hallenbads nach dem
Aufdrehen des Hahns mehrere Minuten lang nur braunes Wasser
floss.
Die Gemeinde zog gegen diese eigenmächtige Entscheidung vor
Gericht und argumentierte damit, dass das durch Rost- und
Schleimablagerungen beeinträchtigte Leitungswasser immer
noch der Trinkwasserverordnung entsprochen habe. Die Richter
am LG Hanau maßen diesem Argumentation, unabhängig von
seiner Richtigkeit, allerdings keine Bedeutung bei. Braunes
Wasser sei mit “den ästhetischen Wünschen und Bedürfnissen
eines durchschnittlichen Saunabesuchers“ nicht vereinbar,
wie es in der Urteilsbegründung wörtlich hieß. Der vom
Pächter einbehaltene Anteil von 20 % der Gesamtpacht sei
daher rechtens, so die Richter (Landgericht Hanau, 7 O
1037/99). |
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