Mietrecht A-Z - Armaturen
 
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Armaturen
Grundsätzlich ist der Mieter einer Wohnung dazu berechtigt, die Mischbatterie, Brauseköpfe der Dusche oder auch das WC-Becken auszutauschen. Hierfür muss sich der Mieter auch nicht erst die Erlaubnis des Vermieters einholen. Auch wenn es sich dabei um eine Instandsetzung handelt für die der Vermieter nach dem § 535 BGB verantwortlich ist, kann der Mieter den Austausch vornehmen. Dabei muss er die Arbeiten aber unbedingt fachmännisch und ordnungsgemäß durchführen. Des Weiteren muss er die ausgebauten Teile aufheben, denn nach dem § 539 Abs. 2 BGB muss der Mieter die eingebauten Einrichtungen bei einem Auszug wieder entfernen und den Ursprungszustand der Wohnung wieder herstellen. Daher muss das Besitzrecht des Mieters gewahrt werden, und er muss die ausgebauten Teile nicht an den Vermieter herausgeben, wenn das Mietverhältnis weiterhin Bestand hat. So auch das Landgericht Lüneburg 6. Zivilkammer in einem Urteil vom 22. April 1993 (Az: 6 S 2/93).

Durch ein Urteil des Oberlandesgerichts Köln, 22. Zivilsenat vom 26. November 1991 (Az: 22 U 97/91) wurde bestimmt, dass der Mieter aufgrund des geltenden Mietrechts aber dazu verpflichtete, die von ihm ausgetauschten Einrichtungen beim Auszug entweder zu hinterlassen oder die ausgebauten Teile wieder zu installieren. Ist dies nicht der Fall, haftet er für den Schaden, sodass der Vermieter Ersatzansprüche geltend machen kann.

 

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