Mietrecht A-Z - Adventskranz
 
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Adventskranz
Lässt man einen Adventskranz in Abwesenheit brennen, handelt es sich um eine grob fahrlässige Handlungsweise. Damit haftet auch ein Mieter gegenüber seinem Vermieter bzw. dem Eigentümer der Mietwohnung, wenn er seinen Adventskranz brennen lässt und dadurch ein Schaden entsteht. Wichtig ist an dieser Stelle für den Mieter zu wissen, dass die meisten Hausratversicherungen oder Haftpflichtversicherungen eine grob fahrlässige Handlungsweise vom Versicherungsschutz ausschließen. Damit ist der Mieter allein für den Schaden verantwortlich und muss die entstehenden Kosten auch aus der eigenen Tasche bezahlen.

Das Amtsgericht St. Goar hat in einem Urteil vom 13. November 1997 (Az: 3 C278/97) entschieden: führt ein Versicherungsnehmer in objektiver und auch in subjektiver Hinsicht grob fahrlässig einen Schaden durch einen brennenden Adventskranz herbei, ist die Versicherung von der Leistungspflicht befreit. Im konkreten Fall hat ein selbstständiger Landwirt in seiner Wohnung einen Adventkranz angezündet und die Wohnung verlassen. In der Wohnung befand sich noch eine Katze. Als der Landwirt nach zehn Minuten in seine Wohnung zurückkehrte, war der Adventskranz auf die Polstergarnitur gefallen, was vermutlich die Katze zu verantworten hatte. Durch die brennenden Kerzen ist ein Brandschaden an der Sitzgarnitur entstanden und der Landwirt wollt den Schaden bei seiner Hausratversicherung geltend machen.

 

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