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Aber auch wenn der Schlüsseldienst noch so günstig ist, ist
es einfach nur ärgerlich. Man kann für diesen Fall aber auch
anders vorsorgen. So geht man beispielsweise auf Nummer
Sicher, indem man bei einem vertrauenswürdigen Nachbarn, bei
Freunden oder auch beim Hausmeister einen Ersatzschlüssel
hinterlegt.
Sehr beliebt ist aber auch das „Schlüsselverstecken“ - doch
Vorsicht, man sollte unbedingt typische Verstecke für den
Schlüssel vermeiden, wie im Blumentopf, unter der Fußmatte
oder auf dem Flurschrank. Einbrecher rechnen mit diesen
Verstecken und suchen an diesen Orten zuerst.
Lässt sich der Anruf beim Schlüsseldienst nicht vermeiden,
sollte man bei der Auswahl nicht übereilt anrufen, auch wenn
man unter Druck steht. Vorsichtig sollte man auch bei großen
Anzeigen, z.B. im Branchenbuch, sein. Es ist nicht immer
gesagt, dass der größte Anbieter auch der günstigste ist. Es
ist immer empfehlenswert, mehrere Schlüsseldienste anzurufen
und nach den Konditionen zu fragen, bevor man sich für einen
Schlüsseldienst entscheidet. Dabei sollte man auf einen
Anbieter aus der unmittelbaren Umgebung setzen. So kann man
die Anfahrtskosten gering halten. Schlüsselnotdienste, die
unter der örtlichen Telefonnummer erreichbar sind, dürfen
nur die An- und Abfahrt innerhalb der Ortsgrenzen berechnen.
Pauschalen gibt es bei seriösen Schlüsseldiensten. Bei ihnen
kostet oftmals eine Fahrt bis zu zehn Kilometer 11,80 Euro
zuzüglich Mehrwertsteuer. Es kann nicht schaden, vorher zu
klären, von wo der Monteur anreist.
In den meisten Fällen ist die Tür nur zugefallen und nicht
abgeschlossen. In diesem Fall kann die Tür mit einem Draht
geöffnet werden. Beschädigt der Monteur dabei die
unverschlossene Tür, muss der Auftraggeber nicht zahlen.
Teuer kann es aber bei Türen mit Doppelfalzen werden.
Üblicherweise liegt hier der Preis zwischen 115 und 145
Euro. Der normale Tarif an Werktagen zwischen 8 und 18 Uhr
liegt im Durchschnitt bei ca. 45-50 Euro. Empfehlenswert ist es
grundsätzlich, bereits am Telefon einen Festpreis, inklusive
der Mehrwertsteuer und ggf. der Nebenkosten sowie inklusive
der Anfahrt, zu vereinbaren. In manchen Fällen muss man
zusätzlich noch mit Zuschlägen rechnen. Dies ist vor allem
in der Nacht der Fall, denn dann schlagen Schlüsseldienste
schon mal bis zu 50 Prozent drauf. Am Wochenende sogar das
Doppelte. Richtig teuer kann es Feiertagen werden, da viele
Firmen einen Topzuschlag von 150 bis 200 Prozent verlangen.
Dabei sollte man die Rechnung ganz genau studieren, denn
diese Mehrkosten dürfen nicht pauschal auf alle Posten der
Rechnung erhoben werden. So sind beispielsweise
Materialkosten vom Zuschlag ausgenommen. |