Immobilienlexikon - Nachunternehmer

 
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Nachunternehmer
Der Nachunternehmer ist eher unter dem Begriff Subunternehmer bekannt und ist ein Unternehmer, der bauvertraglich nicht an den Auftraggeber, also den Bauherren gebunden ist. Er untersteht direkt dem sog. Generalunternehmer, also dem Unternehmer, der vom Bauherren den Auftrag bekommen hat. Damit ergeben sich auch keine vertraglichen Rechte und Pflichten zwischen dem Bauherrn und dem Nachunternehmer. Damit verbunden besteht zwischen dem Nachunternehmer und dem Bauherren auch keine unmittelbare vertragliche Haftung des Nachunternehmers gegenüber dem Bauherren. Dies ist auch nicht aus der Sichtweise eines Vertrages mit Schutzwirkung für Dritte der Fall.

 

 

Allein dem Generalunternehmer gegenüber ist der Nachunternehmer vertraglich berechtigt und verpflichtet. Aus diesem Grunde bestehen auch keine Vergütungsansprüche des Nachunternehmers gegenüber dem Bauherren. Bedient sich der Generalunternehmer eines Nachunternehmers zur Erfüllung der bauvertraglichen Verbindlichkeiten gegenüber einem Bauherren, dann ist im Sinne des § 278 BGB der Nachunternehmer als ein Erfüllungsgehilfe des Generalunternehmers anzusehen. Andere Regelungen gibt es bei einem VOB-Bauvertrag. Hier kann der Auftraggeber unter den in § 16 Nr. 6 VOB/B genannten Voraussetzungen berechtigt sein, den geschuldeten Werklohn aus dem Bauvertrag gegenüber dem Generalunternehmer durch Zahlungen an den Nachunternehmer mit befreiender Wirkung zu leisten.

 

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