Immobilienlexikon - Mängelvorbehalt

 
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Mängelvorbehalt
Wenn ein Auftraggeber, also der Bauherr, ein Bauwerk trotz der Kenntnis eines Mangels ab, so ergeben sich für ihn daraus rechtliche Konsequenzen. Erstens verliert er sämtliche Ansprüche auf eine Beseitigung des Mangels durch den Auftragnehmer. Des Weiteren verliert der Auftraggeber auch die Gewährleistungsrechte auf Wandelung oder Minderung, so der § 640 Abs. 2 Bürgerliches Gesetzbuch.

 

 

Um diese Wirkung zu vermeiden, kann der Auftraggeber sich bei der Abnahme des Bauwerks die Gewährleistungsrechte durch den Mängelvorbehalt, vorbehalten. Die schriftliche Erklärung des Mängelvorbehalts muss in das Abnahmeprotokoll aufgenommen und von beiden Vertragsparteien unterzeichnet werden. Beispiel für die Formulierung eines Mängelvorbehalts: „Die Gewährleistungsrechte aus §§ 633, 643 BGB bezüglich der bekannten Mängel X, Y, Z, bleiben vorbehalten“.

 

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