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Lösungsmittel
Unter einem Lösungsmittel versteht man einen Stoff, der
Gase, andere Flüssigkeiten oder Feststoffe lösen kann, ohne
dass es dabei zu chemischen Reaktionen zwischen gelöstem
Stoff und lösendem Stoff kommt. In der Regel werden
Flüssigkeiten wie Wasser oder flüssige organische Stoffe zum
Lösen anderer Stoffe eingesetzt. Aber auch Feststoffe können
andere Stoffe lösen (z. B. wird in Wasserstofftanks von
Wasserstoffautos gasförmiger Wasserstoff in festem Metall
gelöst). Die Bezeichnung „Lösemittel“ steht im
fachberuflichen Alltag für „Lösungsmittel“. |
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Das meistverwendete Lösungsmittel ist Wasser. Im Hinblick
auf Farben, Lacke, Klebstoffe usw. denkt man jedoch bei dem
Begriff "Lösungsmittel" an Stoffe, die unangenehme Gerüche,
Gesundheits- und Umweltschäden sowie explosive Dämpfe
verursachen können. Gemeint sind hierbei Lösemittel im Sinne
der TRGS (Technische Regeln für Gefahrstoffe) 610, nach der
nur flüchtige organische Lösemittel mit einem Siedepunkt bis
200 °C als Lösemittel bezeichnet werden.
Die sogenannten "Hochsieder" (Siedepunkt über 200 °C, wenig
flüchtige Substanzen) etwa gelten daher rechtlich nicht als
Lösemittel. Während "klassische" Lösemittel aufgrund ihrer
Flüchtigkeit schon wenige Stunden bis Tage nach der
Verarbeitung vollständig verdunstet sind, können die in
manchen "lösemittelfreien" Produkten ersatzweise enthaltenen
Hochsieder unter Umständen noch über Monate oder Jahre an
die Raumluft abgegeben werden und werden daher teils sogar
deutlich kritischer beurteilt als Produkte mit "klassischen"
Lösemitteln.
Die Vermeidung von giftigen und/oder umweltschädlichen
Substanzen ist Bestandteil der Grünen Chemie. |
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