Immobilienlexikon Zersiedelung
 
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Zersiedelung
Unter Zersiedelung versteht man das unkontrollierte Wachsen von Siedlungsbereichen in die meist unberührte Landschaft hinein. Es beinhaltet die Errichtung von Gebäuden außerhalb von Ortschaften. Durch diese Zersiedelung befinden sich Städte und Gemeinden in einem großen Prozess der Veränderungen. Vor allem große Städte und ihre umliegende Landschaft sind oft davon betroffen. Es bilden sich daher um diese Städte herum so genannte Speckgürtel. Normalerweise sind Bauplanungen der städtischen Behörden dafür verantwortlich, dass solchen Zersiedelungen entgegen gewirkt wird.

 

 

 
Zersiedelung

Durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und die möglichen Einnahmen der Gemeinden begründen diese Behörden aber ihre Entscheidungen. Gerade ländlich gelegene Ortschaften sollen durch den Bau von Industrieparks und Einkaufszentren die Möglichkeit gegeben werden Arbeitsplatz und Wohnort zu koordinieren. Leider entfällt durch diese Zersiedlungen die klare Trennung in Stadtbild und unberührter Natur. Viele Nutzflächen, auch für den Umwelt wichtige Naturflächen, werden als Bauland ausgeschrieben und dadurch zerstört. Der Kaufkraftabfluss aus den Städten in die Einkaufszentren kann aber auch eine Verödung des ursprünglichen Stadtbildes führen. Dadurch geht eine Vielzahl an verschiedenen kulturellen Möglichkeiten verloren. Gerade reichere Familien zieht es immer häufiger in die so genannten Speckgürtel. Hier können sie sich ihr Haus im Grünen ermöglichen und nehmen längere Fahrzeiten zur Arbeit in Kauf. Dadurch wird aber eine Trennung der verschiedenen Schichten beobachtet was zu starken sozialen Spannungen führen kann.

 

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