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Anwohner
Man sollte niemals Angst davor haben, Anwohner oder
Mitbewohner nach den Nachteilen der Immobilie zu fragen. Das
ist vor allem bei Mehrfamilienhäusern wichtig, da man so
erfahren kann, ob es Probleme gibt.
Bebauungspläne
Befindet sich neben dem Haus eine idyllische Wiese, sollte man
sich bei der Gemeinde erkundigen, ob eine Bebauung, wie
beispielsweise eine Straße, ein Wohn- oder Gewerbegebiet,
geplant ist. Man ärgert sich sehr, wenn die Idylle durch das
Anrücken von Baggern gestört wird. Gleiches ist auch sinnvoll,
wenn sich nebenan ein unbebautes Grundstück befindet. Auch
hier sollte man sich erkundigen, ob dort gebaut werden soll
und vor allem, was. Bei Objekten, die zur Besichtigung frei
stehen, nützt die schönste Sonnenlage nichts, wenn man später
im Hochhausschatten wohnt.
Besichtigung
Nach einer offiziellen Besichtigung sollte man noch mehrmals
zum potenziellen Traumhaus gehen und das am Besten zu
unterschiedlichen Tageszeiten. Nur so ist es möglich, das
Objekt ganz in Ruhe in Augenschein nehmen. Haben die Anwohner
den Besichtigenden bereits zusammen mit dem Makler oder
Verkäufer gesehen, kommt man mit ihnen leichter ins Gespräch.
Dach
Das Dach ist eine Schwachstelle des Hauses und so sollte man
sich erkundigen, wann es zuletzt gedeckt worden ist. Es gibt
zwar keine Faustregel, wie oft ein Dach erneuert werden muss,
man sollte aber auf Nummer sicher gehen, dass es dicht ist. Im
Zweifelsfall kann man im strömenden Regen eine weitere
Besichtigung verabreden. Die Neueindeckung eines Daches ist
mit einem hohen Kostenaufwand verbunden.
Druck
Makler und Verkäufer setzen sehr gerne einen engen Termin für
mehrere Interessenten einer Wohnung bzw. eines Hauses. Das ist
ein beliebter Trick um den Eindruck zu erwecken, dass sich die
Käufer nur so um die Immobilie reißen würden.
Flughafen
Bei einer Besichtigung sollte man prüfen, ob sich ein
Flugplatz in der Nähe befinden. Wichtig ist dabei zu wissen,
dass Flugzeuge immer gegen den Wind starten. Wenn er am
Besichtigungstag aus der falschen Richtung kommt, zieht man
u.U. in ein Haus ein, das direkt in der Einflugschneise liegt.
Später ist der Lärm nahezu unerträglich.
Heizkörper und Wärmeisolierung
Bei einer Besichtigung sollte unbedingt darauf geachtet
werden, wo sich die Heizkörper befinden. Im Idealfall befinden
sie sich direkt unter den Fenstern, da so die Luft optimal im
Raum zirkulieren kann. Daneben sollte das Haus bzw. die
Wohnung wärmeisoliert sein, was sich später bei den Heizkosten
bemerkbar macht.
Himmelsrichtung
Für eine Wohnungsbesichtigung sollte man sich für wenige Euro
einen einfachen Kompass kaufen. Besichtigt man bei Regenwetter
eine Wohnung, kann der Makler oder Verkäufer viel über die
Mittags- und Abendsonne erzählen. Am besten man lässt den
Makler bzw. Verkäufer erst reden und überprüft dann mit dem
Kompass die Angaben. Schummelt jemand schon bei den
Himmelsrichtung, nimmt er es auch sonst mit der Wahrheit nicht
immer so genau.
Hochwasser
Spätestens seit der Jahrhundertflut ist allen klar, dass auch
ein sehr kleiner Bach schnell zu einem reißenden Fluss werden
kann. Immobilien, die sich direkt am Flussufer befinden sollte
man daher besser meiden bzw. einen gewissen Abstand einhalten.
Hilfreich ist es an dieser Stelle auch, die Anwohner nach dem
letzten Hochwasser zu fragen.
Lage der Immobilie
Die Lage der Immobilie sollte man sich genau im Stadtplan
ansehen. Nicht selten ist es schon vorgekommen, dass der
Käufer zu spät bemerkt hat, dass die Traumimmobilie direkt
neben einem Klärwerk, am Bahndamm oder an einer Mülldeponie
liegt.
Lärm
Eine Wohnung oder ein Haus sollte man niemals nur sonntags
besichtigen. Auch eine ruhig wirkende Wohnstraße kann sich an
Wochentagen zu einer lauten Rennbahn durch den Berufsverkehr
entpuppen. Vorsicht ist auch bei Besichtigungen mitten in den
Ferien geboten. Auch dann sind sonst eher belebte Stadtteile
sehr ruhig. Es kann auch nicht schaden, die Anwohner nach dem
üblichen Lärmpegel zu fragen.
Parkplätze
Wer in die Stadt zieht, sollte nicht erst beim Umzug an einen
Parkplatz denken. Am besten erfährt man nach Feierabend, wenn
alle Berufstätigen zu Hause und die Parkplätze besetzt sind,
wie es um die Parksituation in der neuen Straße bestellt ist.
Sanitäre Einrichtungen
Selbst wenn ein Bad frisch gefliest ist, muss das nicht
heißen, dass auch die Rohre in der Wand neu sind. Daher sollte
man immer erfragen, ob nicht im schlimmsten Fall noch alte
Bleirohre eingebaut sind - sie sind gesundheitsgefährdend.
Zollstock oder Maßband
Niemals sollte man ohne Zollstock oder Maßband zu einer
Wohnungsbesichtigung gehen. Auch der Schraubenzieher sollte
nicht fehlen, denn mit ihm sticht man einfach kräftig in die
Dachbalken, um sie auf Holzbock oder Schwamm zu überprüfen.
Wenn die Balken morsch sind, sollte man Abstand von dem
jeweiligen Objekt nehmen. Ferner kann man mit dem Griff
verdächtige Stellen an den Wänden abklopfen. Wenn es hier hohl
klingt, ist der Putz locker. Durch den Zollstock bzw. das
Maßband kann man im Zweifel die Maßangaben kontrollieren. |