Wohnungsbesichtigung

Darauf sollten Sie bei einer Wohnungsbesichtigung achten

Eine Wohnungsbesichtigung sollte man nicht am ruhigsten Tag der Woche vornehmen, sondern besser unter der Woche nach 17.00 Uhr. Warum, das erklärt Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren
(VPB): „Da rumpelt der Fahrstuhl, nudeln die Waschmaschinen der heimgekehrten Berufstätigen, üben benachbarte Kinder Schlagzeug und Klavier – da weiß man, was man bekommt.“

Des Weiteren sollte man den Hauseingang genauer unter die Lupe nehmen - wirkt er freundlich? Wie sympathisch sind die Menschen, die einem während der Besichtigung begegnen, in welchem Zustand ist das
Bad, die Küche und weitere Räume? Wie hell sind diese und wie verhält es sich mit dem Schnitt und Lage der Räumlichkeiten? Nicht nur der erste Eindruck von einem Haus und der Wohnung sind entscheidend, sondern auch der zweite Eindruck. Daher sollte man auch nicht alleine zum Besichtigungstermin gehen, sondern immer in Begleitung.

Wenn die Wohnung zusagt, kommt das Thema Kosten auf den Tisch. Neben der Miete fallen noch die Nebenkosten und Heizkostenvorauszahlungen an. Auch eventuelle Mieterhöhungen oder geplante Modernisierungen, die sich auf die Höhe des Mietzins auswirken, sollten vorher abgeklärt werden.

Ist auch der Preis in Ordnung, geht es weiter ins Detail. Was damit gemeint ist, erklärt Maxi Schwarz vom Immobilienportal wohnung-jetzt.de in München: „Kleine Fallen, auf die geachtet werden sollte, sind zum Beispiel unzeitgemäße Verkabelungen, zu wenig Steckdosen oder ungewöhnliche Fenstermaße, für die keine normalen Gardinenstangen oder Rollos zu finden sind.“

Beachten sollte man zudem bei jeder Wohnungsbesichtung noch, ob die Wohnung ausreichend gedämmt ist, was in erster Linie bei Wohnungen im Erdgeschoss wichtig ist.

Des Weiteren sollte man sich einen Überblick über den Zustand vom Keller und anderen Abstellräumen machen und erfragen, wo ein Waschmaschinenanschluss vorhanden ist. Auch die Frage, wie hoch die Decken sind, ist nicht unbedeutend.

Im übrigen muss nicht nur die Wohnung in einem guten Zustand sein, sondern auch der Bewerber um die Wohnung sollte vorzeigbar sein. Dazu Ropertz: „Die Bewerbung für eine Wohnung ähnelt der für einen Arbeitsplatz. Der Interessent sollte daher einen soliden und solventen Eindruck machen. Also lieber gepflegte Umgangsformen und Pünktlichkeit statt zerrissene Jeans und dreckige Jacke!“

 

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