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Unerwünschte Werbesendungen |
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Unerwünschte Werbesendungen
Wohnungseigentümer oder Mieter dürfen auf ihren Briefkästen
einen Hinweis anbringen, der das Einwerfen von
Werbeprospekten grundsätzlich verbietet. Sollten sich
dennoch unerwünschte Werbesendungen in entsprechend
gekennzeichneten Briefkästen befinden, so können sich die
betroffenen Eigentümer bei der örtlichen IHK beschweren, die
das werbende Unternehmen dann kostenpflichtig abmahnt.
Wettbewerbsrechtlich stellt das Verteilen unerwünschter
Werbesendungen einen Verstoß gegen § 7 UWG dar, dem Gesetz
gegen den unlauteren Wettbewerb. |
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In der Rechtsprechung kam es in der Vergangenheit bezüglich
unerwünschter Werbesendungen jedoch immer wieder zu
widersprüchlichen und daher verwirrenden Urteilen. Einige
Unternehmen sind inzwischen dazu übergegangen, ihre
Werbesendungen per Post zu verschicken, was laut
Gerichtsurteil keinen Verstoß gegen § 7 UWG darstellt (BGH,
Az. I ZR 53/90). Andererseits war das OLG Frankfurt/Main der
Ansicht, dass auch per Post versandte Werbesendungen nicht
mehr eingeworfen werden dürfen, wenn sich auf dem
Briefkasten ein entsprechender Hinweis befindet (OLG
Frankfurt,
Az. 1 U 80/94). |
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