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Dienstleistung
Dienstleistung bezeichnet in der volkswirtschaftlichen
Abgrenzung eine Leistung, die nicht der Produktion eines
materiellen Gutes dient oder wo der materielle Wert des
Leistungsziels nicht im Vordergrund steht. Damit wird sie
dem tertiären Sektor zugeordnet. Die Urproduktion (primärer
Sektor) und die Produktion von Industriegütern (sekundärer
Sektor) sind davon abzugrenzen. |
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Dienstleistung
Dienstleistungen werden von einer natürlichen Person oder
einer juristischen Person oder einer Behörde zu einem
Zeitpunkt oder in einem Zeitrahmen erbracht. Im weitesten
Sinne zählen zu den Dienstleistungen auch Leistungen, die z.
B. unentgeltlich im Haushalt geleistet werden, oder gar
solche, die man für sich selbst erbringt.
Volkswirtschaftlich erfasst und als Teil des Sozialprodukts
ausgewiesen werden jedoch nur Dienstleistungen, die
zumindest über Marktpreise bewertet werden können.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wird eine Dienstleistung
von der Sachleistung unterschieden. Die Dienstleistung ist
nicht lagerbar, selten übertragbar (Immaterialität der
Dienstleistung) und benötigt einen externen Faktor
(Integration des externen Faktors - Kunde). Die Erzeugung
und der Verbrauch der Dienstleistung fallen meist zeitlich
zusammen (Uno-actu-Prinzip).
Dienstleistungen sind in ihrem Ergebnis zwar vorwiegend
immateriell, können jedoch materielle Bestandteile
enthalten, beispielsweise ein Trägermedium, auf dem das
Ergebnis der Dienstleistung übergeben wird. Die Güte der
Dienstleistung bezeichnet man als Service-Qualität oder
Dienstleistungsqualität. Durch den Immaterialitätsgrad kann
es dabei zu Problemen bei der Messung der
Dienstleistungsqualität kommen. Zusätzlich zum
Leistungsergebnis einer Dienstleistung erlangt insbesondere
der Leistungserstellungsprozess (Integration des externen
Faktors) sowie das Leistungspotenzial (z. B.
Erscheinungsbild und Kompetenz des Unternehmensberaters) an
Bedeutung. Alle drei sogenannten "Leistungsdimensionen"
werden in die Bewertung der Dienstleistungsqualität mit
einbezogen.[1]
Dienstleistungen werden in standardisierte und individuelle
Dienstleistungen unterschieden. Merkmal von standardisierten
Dienstleistungen ist, dass die Leistung für einen fiktiven
Durchschnittskunden erstellt wird. Die individuelle
Dienstleistung wird hingegen für ein konkretes Individuum
erstellt. Der Grad der Beteiligung (Integrationsgrad) des
Kunden ist bei individuellen Dienstleistungen höher.
Die Abgrenzung zwischen Dienst- und Sachleistung ist
letztlich fließend. So erlangen Dienstleistungskomponenten
im Business to Business Marketing, beispielsweise im
Maschinen- und Anlagenbau, verstärkt an Bedeutung (z. B.
Beratung, Teleservice). Aber auch in der
Konsumgüterindustrie tragen Dienstleistungskomponenten zur
verstärkten Differenzierung und somit zur Erlangung von
Wettbewerbsvorteilen bei (z. B. Absatzfinanzierung von
Hifi Elektronik oder PKWs). Nicht zuletzt können derartige
Dienstleistungskomponenten kaufentscheidend sein und somit
zum Hauptbestandteil des Produkts avancieren. |
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