Gänsemarkt

Der Gänsemarkt liegt zentral in der Hamburger City. Der Jungfernstieg, Hamburgs bekannte Prachtstraße mündet in den Platz. Der Gänsemarkt blickt auf eine jahrhundertelange Tradition zurück. Das Land, auf dem sich der Platz heute befindet, wurde bereits 1373 durch die Stadt Hamburg vom Domkapitel gepachtet. Lange Zeit blieb der Grund allerdings unbebaut. Erst im 17. Jahrhundert begann die Errichtung erster Gebäude. 1650 erwarb Andreas Heinicke ein Grundstück und eröffnete bald darauf eine Bäckerei.

 

Gänsemarkt Hamburg - Foto: Thomas Panzau

Gänsemarkt Hamburg - Foto: Thomas Panzau

Noch heute wird an gleicher Stelle eine Bäckerei betrieben. 1678 eröffnete das Hamburger Stadttheater am heutigen Gänsemarkt, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht seinen heutigen Namen trug. Der berühmte Komponist und Musiker Georg Friedrich Händel war hier 1704 als Geiger tätig. 1709 erhielt der Platz seinen derzeitigen Namen: Gänsemarkt. Allerdings bestand niemals ein Marktrecht auf diesem Grund. Historiker sind sich nicht einig, woher die Bezeichnung Gänsemarkt stammt.

 
Gänsemarkt-Passage- Foto: Thomas Panzau

Gänsemarkt-Passage- Foto: Thomas Panzau

Eine Theorie geht davon aus, dass vom Platz die Gänse bis vor das Hamburger Dammtor getrieben wurden, andere Historiker sind der Meinung, der Name des Platzes geht auf einen damals berühmten Einwohner namens Ambrosius Gosen zurück. Georg Friedrich Telemann leitete das Haus als Oper von 1722 bis 1737. Nach dem Abriss des alten Gebäudes 1765 wegen Baufälligkeit, wurde an gleicher Stelle das Deutsche Nationaltheater errichtet. Einer der berühmten Intendanten der Anfangsjahre war der Dichter Gotthold Ephraim Lessing. Im Laufe der Jahre siedelten sich viele Geschäfte am Gänsemarkt an. In der Neuzeit profilierte sich die Gänsemarktpassage als wichtiges Einkaufszentrum der Hansestadt.

 

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