Mönckebergstrasse

Die Mönckebergstraße ist die wohl bekannteste Einkaufsstraße in Hamburg und gilt gleichzeitig als Tor zur Innenstadt. Namensgeber dieser Einkaufsstraße, in der es so gut wie kein Wohnnutzung gibt, ist Johann Georg Mönckeberg, der um die Jahrhundertwende zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert Bürgermeister von Hamburg war. Mönckeberg übernahm 1897 den Vorsitz der Sanierungskommission, die sich um die Neugestaltung der Hamburger Alt- bzw. Innenstadt kümmerte.

 

Mönckebergstrasse

Mönckebergstrasse. Fotos: Panzau

Diese war nach dem Ausbruch einer Cholera-Epidemie im Jahr 1892 notwendig geworden, nachdem das damalige Gängeviertel komplett abgerissen und neu gestaltet wurde. Im selben Atemzug entschloss man sich in Hamburg zur Schaffung eines Einkaufsviertels rund um die heutige Mönckebergstraße. Diese Maßnahme erschien mit dem fast zeitgleich erfolgten Anschluss Hamburgs an den internationalen Zoll nur logisch, da damit naturgemäß ein sprunghaft steigender Bedarf an Kontor- und Kaufhäusern im Zentrum der Hansestadt verbunden war. Spätestens mit der Eröffnung eines Karstadt-Kaufhauses im Jahr 1912 erhielt die Mönckebergstraße ihren Status als wichtigste Einkaufstraße des damaligen Hamburgs.

 
Mönckebergstrasse

Horten-Haus (Saturn), Klöpperhaus, Mönckebergstrasse

Dieser Status konnte bis heute nicht nur gehalten, sondern dank zahlreicher Investitionen in die Infrastruktur, vor allem in die Bereiche U- und S-Bahn, immer weiter ausgebaut werden. Die Mönckebergstraße erstreckt sich heute zwischen Hauptbahnhof Süd und dem Rathausmarkt und hat eine Länge von rund 800 Metern. Da die Städteplaner vor allem größere Gebäudekomplexe in der Mönckebergstraße angesiedelt haben wollten, weist der dortige Bebauungsplan lediglich 31 Bauflächen aus. Dadurch wurde die Mönckebergstraße in erster Linie für Konzerne als Verkaufsstandort interessant, die eine besonders breite und ressortübergreifende Produktpalette im Angebot haben.

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Levantehaus

Barkhof

Mönckebergstrasse

Levantehaus

Barkhof

Mönckebergstrasse

 

In der Mönckebergstraße sind beispielsweise Filialen von Karstadt, Karstadt-Sport, der Galeria Kaufhof oder Saturn zu finden. Zwei Einkaufspassagen, die Landesbank-Galerie und die Galerie im Levantehaus, ergänzen die Einkaufswelt in der Mönckebergstraße. Die Mönckebergstraße wurde im Verlauf des Zweiten Weltkriegs weitestgehend zerstört, in den folgenden Jahren aber wieder aufgebaut. Zu den prominentesten Opfern der alliierten Bomben gehörte das Hamburger Naturgeschichtliche Museum, auf dessen ehemaligem Grundstück heute die Saturn-Filiale steht. Das Klöpperhaus sowie das Karstadt-Haus, zwei historisch besonders bedeutende Gebäude in der Mönckebergstraße, überstanden den Krieg glücklicherweise schadlos, so dass sie auch heute noch weitgehend im Originalzustand zu bewundern sind.

 

 

 

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