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In den engen
Gängen stapeln sich auf den Regalen Kuriositäten aus aller
Welt. Masken aus Westafrika. Buddhas aus Thailand.
Schrumpfköpfe aus Südamerika. Und noch mehr. So viel mehr,
dass selbst die Besitzerin Karin Rosenberg (45) den
Überblick verloren hat, was sie in den 20 Räumen alles
verkauft. Mein Vater sagte immer: ,Ich habe 81283 Teile. Wer
es nicht glaubt, soll nachzählen, sagt sie. Karin Rosenbergs
Vater Harry (starb 2000) schipperte als Seemann über die
Weltmeere, bis die Lunge schlappmachte. Er ging an Land,
machte in der Bernhard-Nocht-Straße auf St. Pauli einen
Laden auf und versuchte sich als Briefmarken- und
Münzhändler. Doch die Kunden wollten viel lieber die
Mitbringsel von seinen Reisen kaufen, mit denen er den Raum
dekoriert hatte - Geburtsstunde von Harrys Hafenbasar.
Harry Rosenberg übernahm den Nachlass von Käptn Haase, der
in seiner Museumskneipe Souvenirs aus aller Welt gesammelt
hatte. Und kaufte Seemannsleuten, die im Hamburger Hafen
Station machten, ihre Mitbringsel ab. Touristen,
Schulklassen und Sammler schoben sich in Scharen durch den
Laden. Mehrfach musste der Hafenbasar umziehen. Vom ersten
Laden an der Bernhard-Nocht-Straße ging es 50 Meter weiter,
dann an die Große Freiheit. In den Räumen an der Erichstraße
ist das Geschäft seit 2001. |