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Wenn man es
ganz genau nimmt, müsste der Hamburger Stadtteil Billwerder
eigentlich entsprechend dem Namen seines ursprünglichen
Dorfes „Billwerder an der Bille“ heißen. „Der Billwerder“
nämlich bezeichnet die Marschinsel zwischen Bille und
Dove-Elbe auf der des Weiteren die Stadtteile Moorfleet,
Allermöhe und Billbrook liegen. In früherer Zeit galten die
Flächen vorwiegend zur Nutzung von Getreide- und
Hopfenanbau. Begehrt war Billwerder im 17. und 18.
Jahrhundert bei gut situierten Hamburger Familien, die hier
ihre prachtvollen Landhäuser als Sommerresidenzen erbauten.
Im Verlauf der Jahre wurde Billwerder wieder bäuerlich. An
die herrschaftliche Zeit erinnert bis heute das
denkmalgeschützte Glockenhaus am Billwerder Billdeich.
Seinen Namen
verdankt es einem kleinen Türmchen über dem Eingang.
Umfassende Restaurierungsarbeiten sowie die Anlage eines
wunderschönen Barockgartens verleihen dem Ansitz eine
malerische Idylle. Das Anwesen dient seit 1984 als Sitz des
Deutschen Maler- und Lackierer Museums. Wohnen inmitten
schönster Natur ist in Billwerder allerdings immer noch
möglich. Die weitläufige Landschaft ausgestattet mit
zahlreichen Wander- und Reitwegen am Deichfuß und am
Billeufer ist zudem bei vielen Hamburgern als
Tagesausflugsziel oder zur Nutzung von Schrebergärten
begehrt. |