Billstedt unterscheidet sich
von den anderen Stadtteilen Hamburgs dadurch, dass sich sein
Name nicht auf eine lange, eigene geschichtliche Herkunft
gründet. Billstedt, dass ist die Vereinigung dreier
ursprünglich eigenständiger Stormaner Dörfer (Öjendorf,
Schiffbek und Kirchsteinbek) zu einem Hamburger Stadtteil im
Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes 1937/38. Die ehemals
dörfliche Struktur der einzelnen Gemeinden ist in Billstedt
zuweilen noch erkennbar. Kleinstadt-Häuser im
wilhelminischen Stil erinnern an die einst vorherrschende
bäuerliche Architektur. Heute dominieren zahlreiche
Wohnblocks überwiegend mit Sozialwohnungen belegt das
Stadtbild. Trotz der Herkunft aus drei verschiedenen
Gemeinden ist Billstedt zu einer Einheit geworden.
Billstedt
- Foto: TP
Ein umfassendes Angebot an
sozialen Einrichtungen und Vereinen trägt seinen Anteil dazu
bei. Zentrum von Billstedt bildet ein modernes
Einkaufszentrum, welches zusätzlich zu verschiedenen im
Stadtteil ansässigen Einzelhändlern ein reichhaltiges
Warenangebot bietet. Eine Erweiterung des Stadtteils
erfolgte in den 70er Jahren durch die Großsiedlung
Mümmelmannsberg. Aufgrund des hohen Anteils an
Sozialwohnungen leben in diesem Quartier von Billstedt
überwiegend sozial benachteiligte Menschen, zu denen auch
viele Migranten gehören. Zur Verbesserung der
Lebenssituation der Bewohner von Mümmelmannsberg ist das
Angebot sozialer Hilfen insbesondere für Familien und Kinder
reichhaltig und sehr fortschrittlich. Mit dem Wissen um die
Bevölkerungsdichte von Billstedt gerät darüber oft die
Schönheit dieses Hamburger Stadtteils in den Hintergrund.
Billstedt kann mehrere Grünanlagen sein Eigen nennen. Die
bekanntesten sind sicherlich die Glinder Au sowie der
Öjendorfer Park mit seinen zwei Badestellen.