Die Elbinsel
Altenwerder, gelegen an der Süderelbe, weist auf eine lange
Geschichte zurück. Bereits Mitte des 9. Jahrhundert galt
Altenwerder als besiedelt. Damals noch mit dem
mittelalterlichen Namen „Oldenwerdere“ bezeichnet, aus dem
sich im Laufe der Jahre „Altenwerder“ bzw. auf plattdeutsch
„Oolwarder“ entwickelt hat. Landwirtschaft, Viehzucht,
Milchhandel und später der Fischfang bestimmten lange Zeit
das Alltagsleben in Altenwerder.
Altenwerder - Fotos: Panzau
Bedeutsame
Veränderungen gingen in diesem Hamburger Stadtteil mit dem
Hafenerweiterungsgesetz von 1961, nach dem Altenwerder nicht
mehr bebaut werden durfte sowie der Flutkatastrophe von
1962, durch die viele Ländereien in Mitleidenschaft gezogen
wurden, einher. Letztlich begann der Hamburger Senat ab 1974
die Grundstücke in Altenwerder aufzukaufen. Mittlerweile
gilt Altenwerder als entvölkerter Stadtteil mit einem
riesigen Containerterminal samt vielen Nebenanlagen.
Erinnerungen an das alte Dorf lassen sich in der bis heute
erhalten gebliebenen Kirche St. Gertrud erblicken: Eine
ganzjährige Fotoausstellung vermittelt Eindrücke der
einstigen Dorfkultur. Lohnenswert für einen Besuch ist die
Kirche unter anderem auch zu den stattfindenden Konzerten.